Hilfsaktion für Friedensdorfkinder im Evangelischen Krankenhaus Wesel

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Esmatullah (10) und Fahim (9), unter anderem mit Pfarrerin Gesine Gawehn. (Foto: privat)

Bereits seit vielen Jahren unterstützt das Evangelische Krankenhaus Wesel die humanitäre Hilfsaktionen des Oberhausener Friedensdorf International. Von Mitte Februar bis Anfang Mai befanden sich wieder zwei Jungen in ärztlicher Behandlung und pflegerischer Obhut im EVK.

Wesel. Esmatullah (10) und Fahim (9) wurden wegen Verletzungen, die sie in ihrem Heimatland Afghanistan zugezogen hatten, und schwerer nachfolgender Komplikationen in der Obrighovener Gesundheitseinrichtung medizinisch versorgt. Die Kinder hatten beim Spielen schwere Knochenbrüche erlitten, die in deren Heimat operiert wurden. Im Anschluss entwickelten sich bei beiden Jungen in Folge von Krankenhauskeimen chronische Knocheninfektionen. Um Spätfolgen zu vermeiden, wurden die Kinder gemeinsam mit anderen Kriegs- und Verletzungsopfern von der Kinderhilfsorganisation Friedensdorf International zur gezielten Behandlung nach Deutschland geflogen worden.

Mehrfach von Spezialisten operiert

Esmatullah und Fahim mussten während ihres stationären Aufenthaltes mehrfach von Spezialisten der Abteilung Orthopädie und Unfallchirurgie operiert und mit zielgerichteter Antibiose behandelt werden. „Der Krankenhauskeim konnte erfreulicherweise bei beiden Kindern erfolgreich behandelt werden und die Genesung ist zufriedenstellend verlaufen.“, berichtet Oberärztin Dr. med. Susanna Ostendorf.

Verständnisprobleme, Heimweh, Sorgen

Bei Ankunft verstanden die Jungen, die sich vorher nicht kannten, kein Wort Deutsch. Entsprechend holprig gestalteten sich die ersten Tage vor Ort. Zu den Verständnisproblemen kamen noch Heimweh und die Sorgen um das Wohl der Familie zu Hause. „Diese Startschwierigkeiten kennen wir bereits und sorgen deshalb insbesondere in der Eingewöhnungsphase dafür, dass Dolmetscher alles erklären, erste Kontakte zu Bezugspersonen aufgenommen werden und Ablenkung durch Spiel für Kurzweil sorgt.“, erläutert Pfarrerin Gesine Gawehn, die seit Jahren diese Projekte koordiniert.

Vertrauen zu den Ärzten und Pflegekräften

Die jungen Afghanen hatten sich erfreulicherweise rasch eingelebt und Vertrauen zu den Ärzten und Pflegekräften gefasst. Insbesondere von Stationsärztin Pamela Bunge, dem ehrenamtlichen Besuchsdienst und von Praktikantin Natalia Pawletko wurden die beiden liebevoll vor Ort betreut. Etagenleiterin Elsbeth Fengels lobte die Kinder für deren Tapferkeit und vorbildliches Verhalten.

Mittlerweile sind die Wunden abgeheilt und Esmatullah und Fahim konnten ins Oberhausener Friedensdorf zurückkehren. Von dort werden sie dann mit dem nächsten Sammeltransport gemeinsam mit anderen Kindern nach Afghanistan zurück geflogen, wo ihre Eltern sie dann wieder glücklich in die Arme schließen können. Esmatullah (10) und Fahim (9), unter anderem mit Pfarrerin Gesine Gawehn.Foto: privat
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