Vom "Katastrophen Einsatz in Hamminkeln – Ein Versuch, das Erlebte zu begreifen"

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"Bitte teilt diesen Link, damit jeder einzelne beteiligte Helfer erreicht werden kann …" - darum bittet die Freiwillige Feuerwehr Hamminkeln auf ihrer Facebookseite und liefert damit einen der beeindruckensten Beiträge im Umfeld des verheerenden Hochwassers an der Issel.

Verfasser Nils Nöthling formuliert:

Es gibt eigentlich nur ein passendes Wort für die erlebte Situation:

Danke!

In Zeiten, die politisch brisant sind und in denen große Unsicherheit herrscht, zeigt eine solche Lage auf, dass die gesellschaftlichen Grundwerte wohl doch noch intakt sind und gelebt werden. Ohne diese wären wir nicht in der Lage gewesen, eine solche Herausforderung so gut zu bewältigen und somit einen immensen Schaden zu verhindern. Sämtliche Beteiligten haben ihr Bestes gegeben und damit größte Leistungen vollbracht. Unglaublich!

Wir danken allen Kameraden und Kameradinnen der Feuerwehren. Es ist einfach ein großartiges Gefühl, so viel Unterstützung zu erhalten, nachdem man selber schon über 30 Stunden ununterbrochen im Dauereinsatz war. Zwischenzeitlich waren über 400 Feuerwehrkräfte gleichzeitig im Einsatz. Eine Auflistung der beteiligten Einsatzkräfte findet sich unter dem Text wieder.

Neben den Kräften der Feuerwehren waren auch noch mehrere Einheiten des Technischen Hilfswerks (THW) im Einsatz. Auch bei euch möchten wir uns bedanken. Sollte trotz guter Absicherung doch eine Einsatzkraft in die Fluten fallen, wären die speziellen Strömungsretter der Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) sofort zur Stelle gewesen. So viele, hart arbeitende Einsatzkräfte müssen natürlich auch gut versorgt werden. Diese Aufgabe wurde von Kräften des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), den Maltesern und den Johannitern übernommen.

Die vielen ausgeteilten Mahlzeiten haben den anderen Einsatzkräften wieder Kraft für weitere Aufgaben gegeben, Danke dafür. Die Sicherheit an den Einsatzstellen und die Verkehrsregulierung hat die Polizei gewährleistet, ebenfalls ein Dank an euch. Auch die Berichterstattung durch die Presse und Medien hat zur Aufgabenbewältigung beigetragen. Bemerkenswert ist auch die Unterstützung durch die politischen und behördlichen Stellen gewesen. Die ermutigenden Worte und die tatkräftige Mithilfe unseres engagierten Bürgermeisters haben der Einsatzmoral deutlich verbessert. Danke!

Einen gleichwertigen Beitrag haben auch die freiwilligen Helfer vor Ort geleistet. Ohne die Bereitschaft der Bevölkerung wäre diese Aufgabe nicht zu bewältigen gewesen. Da waren einmal die fleißigen Bürger und Nachbarn, die Tag und Nacht schwere Sandsäcke befüllt, verpackt und verladen haben. Es spielte hierbei absolut keine Rolle ob man alt, jung, Mann, Frau, Kind, Flüchtling aus dem Irak, Rentner, Schützenbruder, Fußballer oder sonst etwas ist. Alle haben einfach nur kräftig mit angefasst oder etwas für die Gemeinschaft gespendet.

Auch die ortsansässigen Unternehmen und Bürgervereine haben sich stark beteiligt. Es wurden großzügige Spenden in Form von Getränken, Verpflegung und Europaletten für Sandsäcke ausgeteilt. Eine wirklich wichtige Schlüsselrolle nahmen hierbei die Speditionen, Lohnunternehmen, Gärtnereien und Bauern ein. Ohne deren besonderen Fahrzeuge samt Personal wären die fast unzugänglichen Einsatzstellen nicht mehr zu erreichen gewesen und viele Tiere zu Schaden gekommen. Herzlichen Dank!

Den Betroffenen in anderen Regionen wünschen wir viel Kraft bei der Bewerkstelligung der Aufräumarbeiten und verbleiben mit dankbaren Grüßen aus Hamminkeln,
Die Freiwillige Feuerwehr Hamminkeln

Die Einheiten die uns bei der Katastrophenlage unterstützt haben:
- Feuerwehren aus dem Kreis Wesel:
Moers, Dinslaken, Hünxe, Schermbeck, Wesel, Rheinberg, Alpen, Kamp-Lintfort, Neukirchen-Vluyn, Voerde

- Feuerwehren aus der überörtlichen Hilfe:
Mülheim an der Ruhr, Essen, Oberhausen, Duisburg, Solingen, Remscheid, Wuppertal, Emmerich, Köln, Aachen, Kerpen, Herzogenrath

-Ortsverbände des Technischen Hilfswerks:
Wesel, Bocholt, Emmerich, Coesfeld, Ahaus

(alle Fotos freigegeben durch die Wehrleitung)
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Wolfgang Schroeder aus Iserlohn-Letmathe | 16.06.2016 | 12:25  
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