Kirche, Kolping, Karneval: Martin Kuster, VWG-Kandidat für die Landratswahl 2014

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Im Rahmen unserer Serie mit Interview, Statements und Berichten über die Kandidaten für die Kommunalwahlen am 25. Mai stellen wir Ihnen heute Martin Kuster vor. Der Voerder wurde von den Vereinigten Wählergemeinschaft im Kreis Wesel nominiert. Unserer Bitte nach einer Selbstvorstellung begegnet er mit einem sachpolitisch formulierten Statement.

Martin Kuster schreibt ...

"Zugegeben - als Landratskandidat der VWG, einer der kleineren politischen Fraktionen im Kreistag Wesel, sind meine Chancen, tatsächlich Landrat zu werden, eher gering. Dennoch habe ich mich zur Kandidatur entschieden und erhielt zu meiner Freude ein einstimmiges Votum auf der VWG-Mitgliederversammlung.

Das wichtigste Motiv für meine Kandidatur: Die Bürgerinnen und Bürger im Kreis Wesel sollen zwischen mehr als nur den beiden aussichtsreichsten Kandidaten von CDU und SPD auswählen dürfen. Mit mir geht zudem ein Landratskandidat ins Rennen, der parteilos und unabhängig ist, weil die VWG als Vereinigung von neun Wählergemeinschaften im Kreis Wesel ebenfalls parteilos und unabhängig ist. Für die VWG gilt nämlich: Landes-, Bundes- und Europapolitik machen andere, wir kümmern uns exklusiv um die Belange und das Wohl der Bürgerinnen und Bürger am Niederrhein vor Ort. Zudem ist der Verzicht auf Fraktionszwang bei uns nicht reine verfassungsrechtliche Theorie, sondern wird bei uns auch tatsächlich umgesetzt.

Mit diesem kommunalpolitischen Bewusstsein bin ich mit großer Freude bereits seit rund zehn Jahren Sprecher der VWG im Kreistag Wesel. Mit diesem Bewusstsein würde ich dann auch das Landratsamt ausüben. Mir war – natürlich mit Unterstützung der VWG-Fraktion - immer wichtig, für eine gute Sache durch konstruktive Gespräche mit den anderen Fraktionen Mehrheiten zu finden. Dadurch konnte die VWG beispielsweise eine große politische Mehrheit für ihre Forderung nach einer kreisweiten kostenlosen Familienkarte gewinnen.

Die Umsetzung am 1. Oktober letzten Jahres erforderte zuvor sieben Jahre schwierige Überzeugungsarbeit. Unser Engagement wurde dann aber schließlich mit großem Erfolg gekrönt: Immerhin sind schon rund 4.500 Familien Inhaber dieser Karte, auf die mittlerweile fast 200 Angebote von Geschäften und Dienstleistungsunternehmen warten. Auch als Landrat würde ich die Praxis, parteiübergreifende Mehrheiten für zukunftsweisende Projekte zu finden, weiter fortsetzen.

Neben meiner kommunalpolitischen Erfahrung bringe ich weitere Qualifikationen mit, die für das Landratsamt hilfreich sind: Eine abgeschlossene Ausbildung bei der Verbands-Sparkasse Wesel und meine Lehramtstätigkeit am Berufskolleg Wesel. Schließlich wird fundiertes Finanzwissen für Verwaltungschefs immer wichtiger angesichts knapper öffentlicher Kassen, und der Kreis ist Träger der Berufskollegs. Auch kann ich auf einen großen Erfahrungsschatz ehrenamtlichen Engagements zurückgreifen, beispielsweise als Kreisvorsitzender des Kolpingwerkes.

Neben einer soliden Finanzpolitik, einer inklusiven Bildungspolitik und einer generationenübergreifenden Familienpolitik ist mir übrigens die Förderung des ehrenamtlichen Engagements ein wichtiges Anliegen. Zudem muss der Hochwasserschutz am Niederrhein viel stärker in den Fokus gerückt werden. Auch bin ich davon überzeugt, dass durch eine intensivere interkommunale Zusammenarbeit erhebliche Kosteneinsparungen möglich sind.

Zuwider sind mir Protzprojekte, die kontraproduktiv sind und nur die öffentlichen Kassen zulasten der nachfolgenden Generationen belasten, wie z. B. der unsinnige Ausbau des Landeplatzes Schwarze Heide oder der geplante 80 Millionen Euro teure Berufskolleg-Kollos (für rund 4.500 Schüler!) in Moers."
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2 Kommentare
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Angelique Oomen aus Wesel | 04.05.2014 | 23:17  
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Martin Kuster aus Voerde (Niederrhein) | 12.05.2014 | 16:35  
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