Wie Integration spielend gelingt

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(Foto: Bundesagentur für Arbeit)
Weihnachten kommt: „Friede auf Erden“, aber nicht im Weseler Ratssaal? Medien berichteten: In der letzten Ratssitzung des Jahres 2016 kam es beim Punkt „Spielplatz im Hof der Flüchtlingsunterkünfte Fluthgrafstraße/Herzogenring“ zur Kontroverse. Für mehr als 34.000 Euro soll dort ein Spielplatz gebaut werden, weil „viele Kinder auf der Straße herumlaufen und so eine Gefahr darstellen“, so der scheidende Erste Beigeordnete Daniel Kunstleben. Aber geht die Gefahr nicht vielmehr von den Autofahrern aus? Es schließen sich mindestens zwei Fragen an, könnte eine Widmung der Fluthgrafstraße als „Verkehrsberuhigter Bereich“ die Gefahr minimieren und sind die Flüchtlingsunterkünfte als Dauereinrichtungen konzipiert? Was geschieht mit dem Spielplatz, wenn die Unterkünfte geschlossen werden? Würden wir dann über Geldverschwendung sprechen?

Unbestritten benötigen Kinder zur körperlichen Ertüchtigung und geistigen Entwicklung „Spielräume“. Wenn die CDU, nach Äußerung von Jürgen Linz, „für alle Kinder in Wesel etwas Gutes erreichen will“, dann sollte sie die Integration fördern. Ein „Hinterhofspielplatz“ trägt aber eher zur Isolation bei. Wenn FlüchtlingsHILFE gelingen soll, dann scheint es sinnvoll, wenn Kinder aus geflüchteten Familien mit ihren Erziehungsberechtigten vorhandene öffentliche Spielplätze, die von deutschsprachigen Kindern mit ihren Eltern genutzt werden, aufsuchen. Nur so wird ein Beitrag zur Integration geleistet und die Sprachentwicklung angereizt sowie ein neuer Gesellschaftsbegriff, der Fremde einschließt, initiiert. Integration braucht die Ermöglichung und zudem die Beteiligung der Geflüchteten.
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2 Kommentare
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Siegmund Walter aus Wesel | 19.12.2016 | 18:59  
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Neithard Kuhrke aus Wesel | 19.12.2016 | 23:29  
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