Hitze verursacht Rekord-Wasserförderung: Stadtwerke sorgen zuverlässig für Abkühlung und Erfrischung

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(Foto: privat)
Braune Wiesen, vergilbte Blätter an Bäumen, Blumenbeete mit hängenden Blüten – und überall sah man in den letzten Tagen und Wochen rotierende Gartensprenger und Menschen, die wässern, was das Zeug hält. Planschbecken und Swimmingpools wurden gut gefüllt, denn alle lechzten danach, sich abzukühlen und zu erfrischen.

Wasser in Massen floss in die Haushalte, in Betriebe und Gärten. Die Hitzeperiode teils mit weit über 30 Grad sorgte für große Trockenheit und forderte die Stadtwerke Wesel zu Höchstleistungen heraus. Der örtliche Wasserversorger war gewappnet. Trotz Spitzenzeiten mit bis zu 896 Kubikmeter Wasserlieferung die Stunde – ein spannender Wert, denn normal sind 600 Kubikmeter – blieben die Wasser-werker gelassen. Der Betrieb läuft effektiv.

Aus elf Brunnen wird das wertvolle Nass gefördert. Das Flürener Wasserwerk schafft ohne Probleme eine Menge von 1.200 Kubikmeter pro Stunde. Dem-nach ist noch Luft nach oben. „Wir stehen für sichere Trinkwasserversorgung und für den Komfort, sauberes Wasser überall in unserem Versorgungsgebiet liefern zu können“, sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Franz Michelbrink.

Die technische Seite der Förderung, die Kapazitäten und die Wasseraufbereitung seien optimal für die Weseler Zwecke ausgelegt. 13.175 Kubikmeter Wasser flossen beispielsweise am 19. Juni durch die Rohre zu den Kunden, normal sind 10.000 Kubikmeter. Zum Vergleich die Durchschnittswerte 2016: 10.175 Kubikmeter am Tag, 630 pro Stunde.

Das Lebensmittel Nummer eins ist zudem noch unglaublich preiswert. 1.000 Liter reinstes Wasser kosten nur 1,74 Euro brutto. Da kann man es sich leis-ten, auch mal ein paar Gießkannen zu füllen, um darbende Straßenbäume oder öffentliches Grün zu wässern, wo es die städtischen Gärtner nicht schaffen. Auch die Versorgung der eigenen Gärten ist trotz des großen Mehrbedarfs zu überschaubaren Preisen zu schaffen.

Manche Abnehmer setzen bei dieser Hitze vermehrt Standrohre ein, um Was-ser aus Hydranten abzuzapfen. Diese können bei den Stadtwerken ausgelie-hen werden. Der städtische Betrieb ASG nutzt das zum Beispiel, um öffentli-che Flächen zu bewässern. Oder Straßenbauer und Gartenbaubetriebe behel-fen sich mit der Möglichkeit zur direkten Wasserabnahme. Bei Festen sind oft auch Standrohre im Einsatz.

„Für unsere Wasserwerke bedeuten die Hitzetage herausfordernden, aber ganz normalen Betrieb“, sagt der Geschäftsführer. Für viele Gartenbesitzer sieht das anders aus, sie sind oft stundenlang im wässernden Einsatz. Gut, dass die Versorgung so reibungslos funktioniert.
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