SPRACHEmobil: Deutsch lernen mit Kopf, Herz und Hand!

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Alltägliche Betreuung wie im Kindergarten; SPRACHEmobil trifft sich täglich im Wittener Rotkreuzzentrum
  Witten: Rotkreuzzentrum | Seit einigen Wochen schallt nun auch vormittags täglich fröhliches Kinderlachen durch die Räume im Rotkreuzzentrum in der Annenstraße. Dass die Kinder aus aller Welt kommen und verschiedene Muttersprachen sprechen, schadet ihrer Freude an den gemeinsamen Aktivitäten nicht. Im Gegenteil, denn „Gemeinsames Tun und Erleben ist eine starke Brücke und Lachen verbindet“.

Aktuell ist „das SPRACHEmobil“ im Rotkreuzzentrum in der Annenstraße vor Anker gegangen. Bereits seit dem vergangenen Jahr ergänzt das durch den LWL geförderte „niederschwellige Betreuungsangebot für Flüchtlingskinder und ihre Familien“ des Deutschen Roten Kreuzes in Witten gemäß dem Motto der Landesregierung „kein Kind zurück lassen“ die regulären Kinderbetreuungsangebote in Witten, indem es Flüchtlingskindern, aber auch jedem anderen Kind, das noch keinen Kindergartenplatz finden konnte, eine altersgerechte, ganzheitliche pädagogische Betreuung mit umfangreicher integrierter Sprachförderung durch Fachkräfte bietet. Auch Flüchtlingskinder im Grundschulalter werden bis zu ihrer Aufnahme in der Regelschule entsprechend individuell und umfangreich insbesondere sprachlich gefördert, danach nutzen viele das Angebot weiterhin schulergänzend in den Ferien oder auch täglich, um sich Hilfe bei den Hausaufgaben oder beim Lernen zu holen, denn schnell ist eine starke Bindung zu den engagierten Betreuern und Betreuern entstanden.

Montags bis freitags stellt das Jugendrotkreuz von morgens bis in den frühen Nachmittag seinen kindgerechten Gruppenraum und die notwendigen sanitären Anlagen zur Verfügung. Bei Bedarf kann natürlich auch weitere Räume des DRK, wie Unterrichtsräume oder Küche zurückgegriffen werden. Dadurch ist die Nutzung des eigentlichen SPRACHEmobils in Form eines großen umgebauten ehemaligen Reisebusses, der vorher als Blutspendebus genutzt wurde, hier nicht notwendig. Er steht weiterhin zur Verfügung, um schnell, flexibel und mobil auf Bedarfe im Wittener Stadtgebiet reagieren zu können und unabhängig von zur Verfügung stehenden geeigneten Räumen, Kinderbetreuung und Sprachförderung anbieten zu können. So ist das Rote Kreuz nicht nur bei großen, akuten Notlagen weltweit, sondern auch im Kleinen hier vor Ort bedarfsorientiert zur Stelle.

Hand in Hand arbeiten die hauptamtlichen Erzieherinnen und Erzieher mit vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern, zumeist auch pädagogische Fachkräfte, zusammen und dieser Gedanke „gemeinsam sind wir stark“ überträgt sich schnell auf die Kinder und ihre Familien. Beim Basteln, Singen, Tanzen und sportlichen Aktivitäten, entdecken die Kinder die Welt und lernen spielerisch die deutsche Sprache. Aber es wird auch zusammen gekocht und eingekauft, denn so werden in realen Kontexten die vielen neuen Begriffen nachhaltig gelernt. Diese ganzheitliche, handlungsorientierte Sprachbildung ist der Schlüssel zum Erfolg, so dass die meisten Kinder sich schon nach wenigen Tagen mit mehr als Händen und Füßen verständigen können.

Einige Kinder müssen aber auch noch Lernen, wie man sich in einer Gruppe verhält oder scheinbar selbstverständliche Dinge und Regeln, wie auf dem Stuhl sitzen oder nicht vom Boden zu essen. All´ das ist für viele Kinder längst nicht selbstverständlich, denn sie haben in der Regel noch keinen Kindergarten besucht. So stellt dieses Angebot nicht nur bzgl. der Sprachförderung im Sinne der frühen Förderung eine wichtige Brücke zur Eingliederung in das deutsche Bildungssystem dar.
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