Vergangenheit und Gegenwart: Der Männergesangsverein Martonair unternahm eine Zeitreise zur Kurfürstin Amalia

Das stattliche Ensemble der Darsteller begeisterte das Publikum bei der Aufführung von "Die Kurfürstin Amalia und die Herren von Alpen". Foto: privat
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"Die Kurfürstin Amalia und die Herren von Alpen" - so heißt das Historical, das der Männerchor Martonair Alpen aufführte. Die Geschichte beginnt in der Kneipe von Maria Nepicks. Die drei Sänger Uli van de Sand, Fiffi Anhuf und Tono Baranowsksi starten mit der von Fiffi erfunden Zeitmaschine "Fiffikonia" auf eine Reise in die Vergangenheit.

Alpen. Die Zeitmaschine stand blinkend im Foyer des Schulzentrums, sehr zur Freude der Kinder. Start und Landegeräusche mit viel Lichteffekten hielten die Zuschauer in Atem.
Es ging in die Anfänge von Alpen, als Graf Wilhelm von Gennep, Erzbischof und Kurfürst von Köln (Franz-Josef Bühren) im Jahr 1354 Alpen die Stadt- und Marktrechte verleiht. Graf Gumprecht, Herr von Alpen (Ferdi Zimmermann) verkündet die 17 Privilegien. Die Bühne verwandelt sich in einen belebten Marktplatz des 14. Jahrhunderts.

Bis zu 70 Sänger zum Teil auf der Bühne

Bis zu 70 Sänger sind teilweise auf der Bühne, Männer, Frauen und auch Kinder der Grundschule Kaiserswerth. Die Reise in die Vergangenheit gelingt den drei Sängern.
Die Zuschauer zeigen sich begeistert, denn pointierte Kommentare, wunderschöne Lieder zur Alpener Geschichte sorgen für viele Lacher und Szenenapplaus. Die Wahrsagerin (Beate Stöckmann) schaut in ihre Karten und berichtet, dass die Kurfürstin Amalia die Geschicke von Alpen bis ins Jahr 1600 lenkt. Das ist natürlich ein Grund für die drei zeitreisenden Sänger einen Zwischenstopp in dieser Epoche einzulegen, um Amalia ins 21. Jahrhundert zu befördern. Der Bürgermeister (Rudolf Thiesies) bereitet alles für die Ankunft Amalias vor. Die Zeit drängt, denn wie Sänger Fiffi zum Besten gibt: "Die muss doch 1602 hier sterben, sonst wäre das schöne Grabmal für die Katz'." Der Auftritt Amalias lässt das Publikum staunen. Die Kurfürstin ist selbst ganz gespannt wie ihr Alpen im 21. Jahrhundert wohl aussieht. Ganz erfreut ist sie natürlich über die Amaliengalerie.

Geschichtsträchtiges Erlebnis

Zum Ende der Aufführung wird noch einmal daran erinnert, dass es sich um eine Traumreise handelt. Allerdings stimmen die verschiedenen historischen Elemente und machen das Historical zu einem geschichtsträchtigen Erlebnis. Im Schlusschor ertönt noch einmal: "Liebe Freunde hier im Raum, alles war ja nur ein Traum. Ein Märchen ist's nicht Wirklichkeit." Die Darsteller singen aber auch: "Wenn wir Alpen neu gestalten, lasst uns gedenken auch der Alten."Mit diesem dritten Historical ist dem MGV-Martonair, seinem Dirigenten und Komponisten Hans-Heinrich "Struppi" Struberg erneut ein großer Wurf gelungen. Alle 20 Musikstücke wurden von ihm neu geschrieben. Die Texte schrieb einmal mehr Theo Rous. Winfried Cleve sorgte dafür, dass alles entsprechend in Szene gesetzt wurde. Das Publikum stand zum Ende der Aufführung und applaudierte den Sänger für eine überaus gelungene Darbietung.

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