Einladung zum Crash-Kurs NRW / Eine Vortragsveranstaltung der Polizei für Fahranfänger

21. Februar 2017
10:40 Uhr
Gesamtschule Wulfen, 46286 Dorsten
Foto: Archiv Bludau

Dorsten. Das Polizeipräsidium Recklinghausen lädt ein zur Veranstaltung „Crash Kurs“ am Dienstag, 21. Februar, in Dorsten-Wulfen, Gesamtschule, Wulfener Markt 2, um 10:40 Uhr.

Bei „Cash Kurs NRW“ handelt es sich um Vortragsveranstaltungen, die gemeinsam mit Partnern der Polizei NRW im Bereich des PP Recklinghausen an Schulen durchgeführt werden.

Junge Menschen müssen möglichst schon vor dem Erwerb des Führerscheins über die möglichen Konsequenzen eines späteren riskanten Verhaltens aufgeklärt werden. Das heißt, sie müssen motiviert und befähigt werden, sich und andere vor den Unfällen und ihren Folgen zu bewahren.
Somit werden mit „Crash Kurs“ vor allem Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen an den nordrhein-westfälischen Schulen angesprochen.
Hintergrund ist, dass junge Fahrer unter 25 Jahren nach wie vor überproportional häufig Verkehrsunfälle verursachen. In fast 12.000 Fällen waren es die weniger erfahrenen und gleichzeitig häufig risikobereiteren Fahrer der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen. 19 Prozent aller Unfälle gehen auf ihr Konto, obwohl ihr Bevölkerungsanteil nur 8 Prozent beträgt. Das angestrebte Ziel ist eine Verringerung der Zahl schwerer Verkehrsunfälle, an denen junge Fahrerinnen und Fahrer beteiligt sind.

Im Bereich des Polizeipräsidiums Recklinghausen werden 39 Veranstaltungen in verschiedenen Städten abgehalten, hierbei werden voraussichtlich ca. 8000 Schüler die Veranstaltungen besuchen.

Während der Veranstaltung schildern Polizeibeamte, Rettungssanitäter, Notärzte sowie Notfallseelsorger als direkt Betroffene von ihren persönlichen Erfahrungen bei solchen schwerwiegenden Verkehrsunfällen.

Die Moderation der etwa einstündigen Veranstaltungen erfolgt durch Verkehrssicherheitsberater der Polizei.

In den Vorträgen stehen Erfahrungsberichte der Betroffenen, Unfallfotos und Videos im Mittelpunkt. Durch diese authentischen und ungeschönten Vorträge wird den Jugendlichen aufgezeigt, dass sie verletzlich und sterblich sind; hierbei wird jedoch auf schockierende Bilder verzichtet.

Zusätzlich kann die Veranstaltung von den Schulen im Unterricht nachbereitet werden, hierzu werden Unterrichtsmaterialien zur Verfügung gestellt.

Eine wissenschaftliche Begleitung auf Landesebene erfolgt durch die Universität Köln und die Züricher Hochschule für angewandte Wissenschaften.

Zur Historie des Projekts „Crash-Kurs“

Das Projekt „Crash Course“ wurde erstmalig in der britischen Grafschaft Staffordshire (West Midlands) entwickelt und umgesetzt.
Mitwirkende Akteure waren Vertreter der Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste, Jugendhilfe, des Opferschutz und der Gerichtsmedizin.

Ergebnis:
2004 gab es in der britischen Grafschaft Staffordshire 464 Verkehrsunfälle mit Schwerverletzen und Toten.
An 40 Prozent dieser Verkehrsunfälle waren „Junge Fahrer“ im Alter von 16 bis 25 Jahren beteiligt.
Nach flächendeckender Durchführung der „Crash Course“ Veranstaltungen (2006 – 2008) in allen Abschlussklassen der High School sank die Anzahl der Verkehrsunfälle mit tödlich Verletzten um ca. 50 Prozent.
Im Umfeld ohne „Crash-Course“ gab es keine entsprechende Entwicklung.

Eine Evaluation durch englische Wissenschaftler belegt eine entsprechende Wirkung bezogen auf Wissen und Einstellungen der dort Beschulten.

Im Anschluss an die Veranstaltung steht Verkehrssicherheitsberater Udo Grimmelt für Rückfragen zur Kampagne „Crash Kurs“ und zu der Veranstaltung zur Verfügung.

Autor:

Sabine Sawatzky aus Dorsten

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