Bilk im Wandel

Bezirksvorsteher Walter Schmidt begrüßte...
  • Bezirksvorsteher Walter Schmidt begrüßte...
  • hochgeladen von Rene Krombholz

Bezirkskonferenz am 5.Oktober 2010

Es war die zweite dieser Art und das Vorhaben kann man inzwischen als äußerst gelungen betrachten. Die Bezirksvertretung III hat dieses Forum geschaffen um ein offenes Ohr für die Menschen des Stadtteils zu haben.

Walter Schmidt als erster Bezirksvorsitzender begrüßte die Anwesend und übergab zu einem kurzen Vortrag der sich mit Wohnprojekten in Düsseldorf befasste.
Ein ernstes Thema wenn man weiß das sich sehr viele, insbesondere ältere Menschen, künftig nicht mehr den Wohnraumstandard halten können, den sie heute haben.
In vielen großen Städten gibt es Projekte in den Menschen verschiedener Gruppen (bezahlbar) zusammen wohnen oder zusammen alt werden. Hamburg ist ein gutes Beispiel dafür, da ist so etwas auch politisch gewollt.
In Düsseldorf hingegen wurde Interessenten das Objekt „Reitzensteinkaserne“ noch kurz vor Vertragsunterzeichnung weggeschnappt als ein Bieter 7 Millionen Euro auf den Tisch legte.
In der Landeshauptstadt gibt es 29 Projekte denen es nicht leicht gemacht wird. 2011 wird es hierzu einen Projekte Tag geben.

Erläutert wurde von Sven Schulte die laufende Standortanalyse der IHK. Hier werden Bilker Bürger wie Unternehmen befragt welche Wünsche, Sorgen und Ideen sie zum Stadtteil haben.
Nach Auswertung werden die Ergebnisse publiziert und sollen Richtungweisend sein.

Es folgten Themen aus den einzelnen Gebieten des Stadtbezirks III

OBERBILK: Der Bilker Markt wird 2011 umgestaltet, die Planungen laufen
VOLMERSWERTH: Es läuft ein Projekt zur Umfahrung Endstation Linie712
FRIEDRICHSTADT: die Begrünung (Bäume) auf der Friedrichstraße soll in Angriff genommen werden. Die Sicherheit an der U-Bahn Baustelle Graf Adolf Platz soll überprüft werden. Besonders während der Dunkelheit.
UNTERBILK: die Anlieger der Palmenstraße verzeichnen seit Sperrung der Bachstraße ein deutlich erhöhtes Verkehrsaufkommen. Es soll überprüft werden ob die Palmenstraße eine Sackgasse werden kann.

BILK
Bilk befindet sich in einem starken Wandel der sich in den ersten Zügen besonders auf der Lorettostraße abzeichnet. Es entsteht ungewollt eine geschäftliche Monokultur: zuviel Gleiches und recht hochpreisige Geschäfte. Es zeichnet sich jetzt schon eine Explosion der Mieten ab, egal ob für Wohnungen oder Geschäfte!

Herr Lahnstein als Eigentümer mehrerer Mietobjekte in Bilk zeigte die Folgen auf: Menschen die diesen Stadtteil groß und beliebt gemacht haben werden hier bald nicht mehr wohnen können. Die Mieten werden, besonders für ältere Menschen, unbezahlbar.
Das wäre dann der Schritt wo Bilk als Stadtteil für multinationale Konzerne hochinteressant würde, da kaufkräftige Kunden. Das Ende für viele kleine Geschäfte und Handwerker die diesen Stadtteil lebens-, und liebenswert machen.
„Macht diesem Wahn von vornherein ein Ende!“ so der Appell des Besitzers mehrerer Häuser, der lieber auf einige Hundert Euro Mieteinnahme verzichtet um die gewachsenen Strukturen des Stadtteils zu bewahren.
Vorbild könnte hierfür die Birkenstraße sein wo ein gelungener Branchenmix entstanden ist und die Mieten bezahlbar bleiben.

Das kann nur funktionieren wenn sich Hausbesitzer, Initiativen, Unternehmer, Stadt und Politik an einen Tisch setzen und die Entwicklung des Stadtteils steuern statt ausufern zu lassen. Eine Idee und Forderung die ich persönlich seit langem vertrete, aber es ist schwer alle unter einen Hut zu bringen.
Zu diesem Zweck wird über Go-Bilk.de eine Initiative entstehen die sich Pro Bilk einsetzt, Meinungen und Interessen bündelt um diese an die Politik weiterzuleiten.

Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Andreas Rimkus befürwortete spontan den Vorschlag des Herrn Lahnstein und versprach eine weitere Diskussion und Bearbeitung der Vorschläge.
Rimkus ist aktiver Bilker Schütze, der Schutz der Heimat ist in den Statuten der Schützenvereine verankert und auf seiner Homepage schreibt er: „ich engagiere mich für den sozialen Ausgleich“ und „…ich möchte das Düsseldorf Heimat für Alle wird!“

Auch interessant ein Vorschlag von Herrn Lahnstein den ich in meinem Stadtteilportal go-bilk.de auch schon anregte: Begrünung der Rheinbahnspur, nur noch eine Fahrspur für KFZ, dafür breitere Gehwege die auch von der Gastronomie genutzt werden können, Schrägparken für mehr Parkraum.
Dieses durchgehend von den Arcaden über die Gladbacher Straße bis hin zum Hafen. Schon hat der Stadtteil Bilk ein neues Gesicht!

Autor:

Rene Krombholz aus Düsseldorf

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Folgen Sie diesem Profil als Erste/r

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.