Lokales aus Unterrath
Wo geht Unterrath baden?

Außen Fliesen, innen Fliesen und stark renovierungsbedürftig: Das Unterrather Hallenbad mit dem Charme der 60er Jahre soll neu gebaut werden. Streit gibt es um den Standort. Foto: Budde
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Die Diskussion um die Zukunft des Unterrather Hallenbades schlägt hohe Wellen. Klar ist nur: Es soll neu gebaut werden. Die Streitfrage ist aber: Wo? Am Dienstag werden die Bürger gefragt.

Im „Gartenhallenbad“ an der Mettlacher Straße ist alles da vom großen Schwimmbecken bis zum Whirlpool, von der Sauna bis zum Kleinkinderparadies mit Rutsche und Freiluftbecken. Nach 51 Jahren muss alles saniert werden. Das zahlt sich nicht aus, sagen Experten. Deshalb soll ein Neubau her - barrierefrei, modern und tauglich insbesondere für Schulen und Familien mit 25-Meter-Schwimmbecken, Nichtschwimmer- und Familienbereich sowie ein Therapiebecken mit höhenverstellbarem Boden. Wer Sauna, Wellness oder reinen Badespaß sucht, muss in andere Düsseldorfer Stadtbäder wie Münstertherme oder Düsselstrand ausweichen.
Eigentlich war der Neubau an alter Stelle schon 2015 vom Rat der Stadt beschlossen worden. Doch seit 2017 gibt es rund 1,1 Kilometer weiter südlich eine Alternative. Sie liegt eine Straßenbreite hinter der Stadtteilgrenze von Unterrath in Derendorf auf dem Eckgrundstück Ulmenstraße/An der Piwipp. Rewe will auf der Fläche des konzerneigenen Baumarktes Toom neu bauen. Auch Tankstelle und Waschstraße fallen weg. Auf dem freiwerdenden Lebensmittelmarkt-Grundstück könnte dann das neue Hallenbad stehen.
Erst wenn es fertig ist, müsste das alte Bad schließen. Der Schwimmbetrieb insbesondere für Schulen aus dem Norden ginge ohne Unterbrechung weiter. Beim Neubau am bisherigen Standort fiele er für bis zu drei Jahre aus. Zusätzlich soll das gesamte Areal bis zum Mercedeswerk zum „Nahversorgungszentrum für Unterrath und Derendorf entwickelt werden“, heißt es in einer Vorlage des Planungsamtes.
Umzug-Gegner argumentieren, mit der Verlagerung des Hallenbades nach Derendorf gehe ein wichtiger Anziehungspunkt für Unterrath verloren. Befürworter verweisen auf bisher nicht mögliche Entwicklungschancen rund um den Kreuzungsbereich Kalkumer-/Eckener-/Unterrather Straße inklusive des seit Jahren brach liegenden ehemaligen Tankstellengeländes an der Zaberner Straße. Hier könne ein echtes „kleines Stadtteilzentrum“ mit großem Lebensmittelgeschäft, sonstigen Läden, Gastronomie, Bürgersaal, Wohnungen und Parkplätzen entstehen. Bücherei, VHS-Seminarräume und Zentrum Plus könnten bleiben. Experten glauben, dass dadurch leerstehende Geschäfte in der Umgebung wieder öffnen und neue hinzukommen könnten.
Bei der Bürger-Diskussion am Dienstag geht es auch um das so genannte „Unterrather Tor“: Gemeint sind attraktive Neubauten anstelle der teilweise verfallenen und leerstehenden Gebäude beiderseits der Kalkumer Straße an der Ecke Thewissenweg und An der Piwipp. Hauptstreitpunkt hier: Wie hoch dürfen sie werden?

Von Hans-Dieter Budde

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