Eine beliebte Herbst- und Winterknabberei:
Maronen – alles zu Kastanien

Maronen sind nicht nur auf dem Weihnachtsmarkt ein Genuss.
  • Maronen sind nicht nur auf dem Weihnachtsmarkt ein Genuss.
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  • hochgeladen von Andrea Becker

Düsseldorf. „Heiße Maronen“ sind eine beliebte Herbst- und Winterknabberei. Sie eignen sich auch als Beilage zu Wildgerichten. Die Esskastanien sind eine der ältesten Nutzpflanzen. Sie stammen ursprünglich aus der Schwarzmeerregion. Hierzulande wachsen sie nur in warmen Gegenden wie zum Beispiel am Bodensee, in den badischen Weinbaugebieten oder der Pfalz, ansonsten vor allem in der Mittelmeerregion. Die Esskastanie unterscheidet sich stark von der Rosskastanie, die vor allem bei Kindern als Bastelmaterial beliebt ist.
Es gibt drei Arten: die kleine Esskastanie mit einem weniger feinen Aroma, die größeren und aromatischen Maronen sowie die Dauermaronen. „Beim Kauf achten Verbraucher am besten auf eine glatte, glänzende Schale und darauf, dass sich die Maronen schwer anfühlen“, erklärt Dr. Annette Neubert, Ernährungswissenschaftlerin im Nestlé Ernährungsstudio. Dauermaronen lassen sich nach dem Kauf an einem kühlen, trockenen Ort zwei bis drei Monate lagern. Andere Maronen sind möglichst rasch nach dem Einkauf zuzubereiten. Sie keimen sonst und verlieren an Geschmack.

Harte Schale – wertvoller Kern

Botanisch gesehen gehören die Esskastanien zu den Nüssen. Das gelbweißliche Maronenfleisch ist wie bei Nüssen von einer Samenhaut und einer holzig ledrigen Schale umgeben. Der innere Kern der Marone enthält neben Stärke und Ballaststoffen viele Mineralstoffe, vor allem Kalium. „Aufgrund des hohen Stärkegehaltes wurden die Maronen früher oft zu Mehl gemahlen und zu Brot verarbeitet“, erklärt Dr. Annette Neubert. Das enthaltene Kalium trägt dazu bei, den Blutdruck aufrechtzuerhalten. Zudem ist es für die Übertragung von Nerven- und Muskelreizen wichtig. Außerdem ist die Esskastanie eine Vitamin C Quelle und unterstützt so unser Immunsystem, dient als Zellschutz und sorgt für ein straffes Bindegewebe. Maronen enthalten auch Vitamin B1 und B6. Beide Vitamine sind am Energiestoffwechsel beteiligt.

Maronen genießen – so geht es

Um an das wertvolle Innere der Maronen zu gelangen, ist etwas Geschick erforderlich: Zunächst wird die Schale der Esskastanien kreuzweise eingeritzt. Anschließend kommen sie etwa 15 bis 20 Minuten in kochendes Salzwasser oder werden im 170 Grad heißen Backofen etwa 15 bis 20 Minuten geröstet, bis die Schale platzt. Die Schale lässt sich nun mit den Fingern lösen und die Samenhaut vorsichtig mit einem Messer entfernen. Dazu dürfen die Esskastanien nicht abgeschreckt werden, sondern sind so heiß wie möglich zu schälen und zu häuten. Beim Abkühlen haften Schale und Haut sonst wieder fester an der Frucht. Ihre Süße entfalten Maronen erst durch das Kochen oder Rösten. Als Beilage schmecken sie gut zu Wildfleischgerichten. Karamellisiert bieten sie eine zusätzliche süße Geschmacksnote: Dazu 50 Gramm Zucker in einem Topf bei niedriger Hitze leicht braun werden lassen, dann 500 Gramm Esskastanien dazugeben, kurz anrösten und zum Schluss mit 100 ml Orangensaft abschmecken.

Weitere Informationen und Serviceangebote zum Thema Ernährung unter https://ernaehrungsstudio.nestle.de

Autor:

Andrea Becker aus Essen-Borbeck

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