Foto-Tipp: Landschaftsfotografie

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Berninapass: Diese Aufnahme entstand noch mit einer analogen Kamera. Der Fokus liegt auf dem Zug. Der Standort war oberhalb der Bahnstrecke. Die beiden Menschen im Vordergrund und die Bahn im unteren Bilddrittel betonen die Größe der umliegenden Berge, die über 4000 Meter hoch sind.

Bei der Landschaftsfotografie kommt es vor allem auf maximale Schärfentiefe an, um so viel wie möglich vom Motiv zu erfassen. Eine hohe Lichtstärke ist in der Regel nicht so wichtig. Wichtig ist allerdings eine größtmögliche Abbildungsleistung des Objektivs mit maximaler Detailschärfe bis zum Bildrand.

Ein Weitwinkelobjektiv erfasst ein weites Panorama und verstärkt außerdem die Wirkung von Bildtiefe und Distanz. Man sollte eine Brennweite zwischen 17 und 24 mm verwenden. Hierbei muss man allerdings den Brennweitenumrechnungsfaktor (oder Bildkonvertierungsfaktor) einer Digitalkamera berücksichtigen. Digitale Kameras haben Sensoren, die im Vergleich zum Kleinbildformat von Filmen für analoge Kameras kleiner sind. Um die gleiche Bildwirkung wie auf einem Kleinbildfoto zu erzielen und den gleichen Bildausschnitt zu erhalten, haben die Objektive für Digitalkameras viel kleinere Brennweiten.

Schauen Sie in die Bedienungsanleitung Ihrer Kamera nach. Dort ist der Brennweitenbereich Ihrer Kamera angegeben und dazu der zur Kleinbildfotografie gleichbedeutende Wert. Die tatsächliche Brennweite ist geringer als bei der Kleinbildfotografie. Allerdings ist bei Fotos mit einer Digtialkamera die Schärfentiefe viel ausgedehnter. Daher zeigt die digitale Aufnahme eine größere Schärfentiefe. Der Nachteil: Möchte man ein Motiv vom Hintergrund durch Unschärfe trennen, kann dies mit einer digitalen Kompaktkamera schwierig werden. Ausgeglichen wird dies durch Porträtprogramme in der Kamera oder - falls einstellbar - mit möglichst großer Blende arbeiten, dadurch wird die Schärfentiefe verringert.
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Jupp Becker aus Düsseldorf | 30.12.2012 | 07:27  
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