Lohnenswert: Schlacht um Huis Bergh

Auf dem Vorhof der Burg standen sich die beiden Parteien in ihren Rüstungen gegenüber. Es begann ein erbitterter Kampf, bei dem der ein oder andere sein Leben ließ. Die Besucher konnten sich, dank der Erläuterung (allerdings nur in holländischer Sprache), auf eine Zeitreise begeben. Fotos: WachterStorm
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  • Auf dem Vorhof der Burg standen sich die beiden Parteien in ihren Rüstungen gegenüber. Es begann ein erbitterter Kampf, bei dem der ein oder andere sein Leben ließ. Die Besucher konnten sich, dank der Erläuterung (allerdings nur in holländischer Sprache), auf eine Zeitreise begeben. Fotos: WachterStorm
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Es wirkte alles so ruhig und beschaulich. Die Enten plätscherten vergnüglich im Wasser. Doch der Schein trügte. Männer in Rüstungen liefen über den grünen Rasen, schwer bewaffnet mit Schwertern, Pfeil und Bogen und Musketen. Stand hier etwa ein Angriff aus Huis Bergh bevor?

Draußen vor den großen Zelten rüsteten sich die Männer für den großen Kampf. Schwere Rüstungen wurden angelegt, glitzernde Helme vorsichtig auf den Kopf gesetzt, Pfeile und Bogen kontrolliert. Das große Zeltlager vor den Mauern von Huis Bergh erschien dem Betrachter sehr friedlich. Das sind die Männer und Frauen im wahren Leben auch, doch an diesem Wochenende schien es, als wäre das Mittelalter ins 21. Jahrhundert zurückgekehrt.
Auf dem Parkplatz treffen wir Armin Schoelen und Severine Ahlmann von „Die Klevischen Freifechter“. Armin zog sich gerade seine selbst gewerkelte Rüstung an. „Heute sind wir nur für die Schlachten da“, bemerkte er mit einem Schmunzeln. Das Interesse am Mittelalter bestehe schon seit vielen Jahren im Freundeskreis. Und so gelangte auch Severine Ahlmann in die Truppe. „Normalerweise bin ich dafür zuständig das Zelt authentisch herzurichten.“ Doch nicht nur die Erwachsenen frönen diesem außergewöhnlichen Hobby, auch die Kinder laufen schon in mittelalterlicher Kluft herum.
Im Innenhof von Schloss Bergh wurde es nun langsam ernst. Hinter den Burgmauern zogen erste Truppen auf, auch auf der Brücke vor dem großen Schlosstor versammelten sich Ritter. Erste Kanonenschüsse waren zu hören. Die Zuschauer auf der Burg erleben hautnah, was sich hier zwischen 1349 und 1361 ereignet hat. Es handelte sich um die Belagerung von Huis Bergh. Plötzlich flogen Pfeile durch die Luft, Schwerter begegneten sich, Ritter stürzten zu Boden. Eindrucksvoll zeigte hier die Compagnie van Cranenburgh, wie es früher bei einem dieser zahlreichen Kämpfe zugegangen sein könnte.
Nach gut einer Stunde war der Angriff vorbei, die Reihen lichteten sich und auf der Burg kehrte wieder Normalität ein. Neben dem ganzen Waffengeklirre konnten die Besucher eintauchen ins Mittelalter. Kaufleute boten ihre Waren feil, Tänzerinnen erfreuten die umstehenden Besucher und auch die Kinder konnten an einer spielerischen Feldschlacht teilnehmen. Das ganze Spektakel ist übrigens auch am heutigen Sonntag noch zu sehen. Los geht es um 11 Uhr, die nachgespielten Schlachten finden um 13 und 16 Uhr auf der Burg statt. Der Tag endet dann um 17 Uhr.
Ein Besuch lohnt sich, vor allem für Kinder und Freunde des Mittelalters.

Auf dem Vorhof der Burg standen sich die beiden Parteien in ihren Rüstungen gegenüber. Es begann ein erbitterter Kampf, bei dem der ein oder andere sein Leben ließ. Die Besucher konnten sich, dank der Erläuterung (allerdings nur in holländischer Sprache), auf eine Zeitreise begeben. Fotos: WachterStorm
Vor allem die zahlreichen Kinder freuten sich nach dem Kampf, dass sie einmal eine Rüstung und ein Schwert anfassen durften.
Autor:

Jörg Terbrüggen aus Emmerich am Rhein

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