Fällung der Bäume und Abriss des historischen "Kaiser-Wilhelm-Gebäudes"

Die "Werdener Nachrichten" berichten ausführlich über die Bürgeraktion zur Verhinderung der Fällung der Bäume und dem Abriss des historischen "Kaiser-Wilhelm-Gebäudes".

Unerwähnt bleibt leider die Aktion des Werdener Ratsherren Marco Trauten der BAL, der zumindest einen Teil der historischen Fassade vor dem Bagger retten konnte.
Mit Hilfe der Mitarbeiter des Abbruchunternehmens und des Baggerfahrers, die immer wieder betonten, "dass es ihnen leid tue, sie aber ihren Job machen müssen", schaffte er es, eine der beiden Atlasfiguren, die den Erker trugen, vor der völligen Zerstörung zu retten.
Der Plan ist es, die Figur wiederherzustellen und als Mahnmal gegen die Zerstörung historischer Bausubstanz zu verwenden.

Zu den Demonstranten gehörte ebenfalls die Ehefrau des Ratsherren, Frau Simone Trauten-Malek, sowie einige im Artikel erwähnte engagierte Werdener Bürger, denen unser großer Dank gilt.
Ratsfrau Elisabeth van Heesch-Orgass informierte in Live-Schaltung die Werdener Bürger über die stattfindende Aktion.

Vertreter anderer Parteien waren vor Ort nicht anzutreffen.

Auch wenn die Fällung und der Abriss nicht verhindert werden konnten, hoffen wir doch, ein Zeichen gesetzt zu haben und mit unserem Protest zeigten, dass wir es nicht weiter hinnehmen werden, wenn historische Bausubstanz wegen "Formfehlern" der Abrissbirne zum Opfer fällt und für immer für die Nachwelt verloren geht.

Undenkbar, dass in Wien oder Budapest, der Hochburgen des europäischen Jugendstils, historische Fassaden ohne Zweitgutachten abgerissen werden. Vielmehr wird dort mit vereinten Kräften bis zuletzt versucht, Elemente der letzten europäischen Stilrichtung zu restaurieren und zu erhalten. Unabhängig davon, ob die Kosten wirtschaftlich sind oder nicht.

Es ist erschütternd, wie wenig sich die Stadt Essen, besonders in Anbetracht der Zerstörungen des zweiten Weltkrieges, mit seiner Historie umgeht und nach wie vor Genehmigungen erteilt, Häuser abreißen zu dürfen, die nicht nur beide Weltkriege und die Abrisswut der 70-er Jahre überlebten.

Und zumal prägend für einen Stadtteil wirken, mit Erinnerungen der Bürger seit mehreren Generationen.

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