Ehrung einer Widerstandskämpferin: Einweihung der Käthe-Larsch-Strasse/ Ecke Friedrich Ebert-Str.

30. Dezember 2011
12:00 Uhr
Käthe-Larsch-Str., Essen
Das anliegende Altersheim bestand darauf, nicht die Adresse nach Käthe Larsch zu tragen.
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  • Das anliegende Altersheim bestand darauf, nicht die Adresse nach Käthe Larsch zu tragen.
  • hochgeladen von Walter Wandtke

Einladung zu einer öffentlichen politisch-historischen Straßeneröffnung:

am 30.12.2011 um 12.00 Uhr

Über mehrere Monate hinweg gab es vergangenen Jahr eine kontroverse Debatte um die Grünen Namensvorschläge und die darauf folgenden Mehrheitsbeschlüsse der BV I für eine kleine Straße im Universitätsviertel. Seit Anfang Dezember ist nun das Straßenschild für Käthe-Larsch auch ordnungsgemäß angebracht.
Leider hatte der erste Grüne Vorschlag, der im Dritten Reich zu den verbotenen Autoren gehörende Bergarbeiterschriftsteller Hans Marchwitza, trotz Mehrheitsvotums in der Bezirksvertretung in Teilen der Politik und Presse immer noch für zu große negative Emotionen gesorgt.
Ohne die bisher unbewiesenen Vorbehalte gegen diesen Schriftsteller zu teilen, hatten sich die Grünen deshalb entschlossen, dann mit Käthe Larsch eine Essener Widerstandskämpferin zu ehren, deren Vorbildfunktion schwerlich in Frage zu stellen ist.

Die Altenessenerin Käthe Larsch hatte bereits am 29. Mai 1935 ihren Mut, gewaltlos mit Flugblättern gegen das nationalsozialistische Unrechtsregime vorzugehen, mit dem Leben bezahlen müssen. Sie wurde im Zuge brutaler physischer wie psychiatrischer Verhörmethoden der Gestapo ein Opfer des NS-Staats.
Nachdem ihr Ehemann Rudolf Larsch schon 2 Jahre lang wegen politischer Widerstandstätigkeit eine Zuchthausstrafe verbüßte, wurden die vier Kinder von Käthe Larsch zudem bis 1945 in ein nationalsozialistisches Kinderheim verbracht.
Mit der Erinnerung an Käthe Larsch kann diese Straßenbenennung also auch vor Augen führen, wie nationalsozialistisches Unrecht nicht nur einzelne Menschenleben zerstört hat, sondern auch Einfluss auf mehrere Generationen von Überlebenden nimmt.

In der Erinnerung daran möchten Grüne gemeinschaftlich mit verschiedenen Nachkommen und Verwandten der ermordeten Käthe Larsch am Freitag dem 30 Dezember um 12.00 Uhr die Straßenbeschilderung mit einer Gedenkveranstaltung würdigen, zu der auch Angehörige ( die z.T. Teil aus Berlin und Bielefeld anreisen) einen Redebeitrag vorbereiten werden.

Walter Wandtke

Das anliegende Altersheim bestand darauf, nicht die Adresse nach Käthe Larsch zu tragen.
Die Käthe-Larsch-Str. bietet künftig den schnellsten Weg von der Friedrich-Ebert-Str. zur Universität.
Autor:

Walter Wandtke aus Essen-Nord

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