Hier spricht Shirley- Erste Hilfe für Blinde- und Mehrfachbehinderte

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Erste Hilfe für Blinde und Mehrfachbehinderte

Hagen: Johanniter-Unfall-Hilfe | Hallo hier spricht Shirley, viele Leser kennen mich ja schon. Ich bin der Cairn Terrier, der mit seinen Leuten und dem frechen Auszubildenden Foxterrier Joschi Erste Hilfe für Hunde allen Interessierten beibringt. Dabei sind wir die Demonstrationshunde: An uns wird geübt.
Beschäftigt sind wir bei der Johanniter Unfall Hilfe. Mein Frauchen arbeitet auch da und gestern hatte wir wieder einen großen Auftrag.

Frauchen erzählt mir ja immer was passiert. Sie hat die ganzen letzten Wochen, sogar Monate immer erzählt, dass sie sich mit Dr. Michael Haferkämper trifft. Der ist Verhaltenstrainer für Blinde und Sehbehinderte Menschen im Blindenwerk Hagen.
Mit bei den Treffen war auch Julia Bertram, sie ist Auszubildende bei den Johannitern, das ist ja dann so was wie Joshi bei mir. Gestern war es dann soweit: es startete der Erste Hilfe Kurs für Blinde und Mehrfachbehinderte. Es waren 11 Teilnehmer dabei aus den Blindenwerken Hagen und Valbert mit ihren Betreuern also ganz viele Menschen.
Joschi und ich durften Helfen. Das ist so toll, wenn alle die Menschen uns Klasse finden und anfassen wollen, besonders natürlich weil Frauchen sich dann so freut und das ein oder andere Leckerchen springen lässt.
Weil wir erst nach der Mittagspause dran waren konnte ich vormittas noch zuhören, was Frauchen so alles erzählt hat. Sie hat morgens den Teilnehmern erklärt, wie sie sich mit Hilfe sehender, nicht behinderter Menschen einen Überblick verschaffen können, wie sie einen Notruf absetzten und warum sie dabei ganz wichtig erwähnen müssen, dass sie blind sind und darum manche Auskünfte nicht geben können. Dann haben sie ganz viel geübt und gelacht. In der Mittagspause waren wir dann endlich dran. Frauchen hat uns verbunden, eine Pfote und am Kopf, ein Ohr war wieder weg. Dann wurde es ganz wichtig: ich wurde von Julia Bertram über die Tische geschoben, so dass jeder mal meine Verbände anfassen und fühlen konnte. Frauchen hat an dem anderen Tisch, Joschi bei den Teilnehmern rumgeführt, sie hat gesagt, dass ich so zuverlässig bin, dass Julia mit mir arbeiten darf. Ich bin heute noch so stolz auf mich. Unsere Teilnehmer können ja nichts sehen und müssen dann an Joschi und mir fühlen, wie sich so was fertig anfühlt. Danach haben sie dann wieder ganz viele Übungen gemacht.
Sie haben an Luftballons, die mit Wasser gefüllt waren, gelernt wie viel Blut in einem Menschen ist und wie sich verschiedene Wunden anfühlen.
Am Nachmittag hat Frauchen noch einen Rettungswagen geholt und alle Teilnehmer durften mal einsteigen und alles anfassen. Zwei haben sich sogar auf die Trage gelegt und Frauchen und Julia haben sie festgebunden, aber sie haben sie auch sofort wieder losgemacht. Danach war der Kurs fertig und Frauchen und Julia waren sehr froh, dass alle so viel Spaß hatten und viel gelernt haben.
Was aber voll gemein war, ist dass Frauchen und Julia die Luftballons alle, wirklich alle, selber kaputt gemacht haben. Ich durfte noch nicht einmal einen kaputtbeißen.
Als ich mich beschwert habe hat Frauchen versprochen, dass ich nach dem nächsten Kurs mindestens einen Ballon bekomme, davon werde ich dann hier berichten. Damit ihr euch vorstellen könnt, was wir gestern so gemacht haben habe ich noch ein paar Bilder dabei.
Viele Grüße
Eure Shirley

Autor:

Christiane Plathen aus Breckerfeld

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