Abschied von der Hauptschule West

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„Am 8. Juli macht der Letzte das Licht aus, dann gehört die Hauptschule West der Vergangenheit an“, so Lutz Klingelberg und wirkt dabei fast etwas traurig.

Schwelm. 29 Jahre unterrichtete er an der Holthausstraße, hat gemeinsam mit seinen Kollegen mehrere Tausend Schülerinnen und Schüler auf dem Weg in die Berufswelt begleitet. Kollagen, Zeitsrähle, Plakate zieren in diesen Wochen die Innenwände der Schule, an der noch bis zu den Sommerferien regulärer Betrieb herrscht. Sie erinnern an Klassenfahrten, Abschlussfeiern, den Unterrichtsalltag und vieles mehr.
Zwar dürfen seit zwei Jahren keine neuen Schüler mehr aufgenommen werden, doch „gehen zur Zeit immer noch etwa 100 Jugendliche zur Hauptschule West, werden von zwölf Lehrkräften unterrichtet“, erklärt Konrektor Lothar Schwarzer die momentanen Verhältnisse. Das Abschiedsfest Anfang Juni sei sowohl ein Wunsch des Kollegiums als auch ein Anliegen der Schüler gewesen, von denen ein Großteil nach Gevelsberg wechseln wird. „Heute sind viele ehemalige Absolventen, zum Teil gemeinsam mit ihren Eltern, zu uns gekommen“, freut sich Schwarzer über viele bekannte Gesichter, die er im Laufe des Nachmittags wieder sah. „Manche wollte noch einmal Danke sagen, andere erinnern sich der vergangenen Zeiten“, fügt er hinzu. Schon spannend, was aus einigen Schülerinnen und Schülern geworden ist, sind sich Schwarzer und Klingelberg einig. Und auch einige ehemalige Lehrer waren der Einladung gefolgt, sich unter die knapp 1000 Gäste des Tages gemischt. Mit reichlich Musik der Band um den ehemaligen Kollegen Miller Kapolke, der einst als Bassist in der bekannten Band „Grobschnitt“ aus den 70er Jahren fungierte, war für Unterhaltung mehr als gesorgt. Ein reichhaltiges Kuchenbuffet wartete im Innern des rustikalen Gebäudes auf hungrige Gäste und in der großen Sporthalle waren allerlei Stationen zum „Zocken“ und Spaß haben aufgebaut. Ein rundum gelungenes fest, wäre da nicht der gänzliche Unmut über die Schließung der Hauptschule, die nun einmal nicht jeder gänzlich nachvollziehen kann.

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