Darmkrebs kann der Garaus gemacht werden

Dr. Med. Fritz Köstermann und Dr. Astrid Gesang präsentieren ihre neueste Errungenschaft zur sicheren  Darmkrebsbehandlung
  • Dr. Med. Fritz Köstermann und Dr. Astrid Gesang präsentieren ihre neueste Errungenschaft zur sicheren Darmkrebsbehandlung
  • Foto: Astrid von Lauff
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„Die Luft muss raus“, das sind die ersten Worte, die ein Patient nach seiner Untersuchung zur Darmkrebsvorsorge normalerweise zu hören bekam. Im Klinikum Niederberg gibt es nun eine einzigartige Methode, die dem Vorsorgepatienten die Scheu vor der bisher unangenehmen Untersuchung nehmen soll. „Die Heilungschancen bei Darmkrebs sind exzellent, wenn er im Frühstadium erkannt wird“, so Dr. med. Fritz Köstermann, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin, Gastroenterologie und Palliativmedizin. „Seit circa vier Wochen haben wir das neue CO2 Coloskopie/ Hybrid Knife im Klinikum im Einsatz“, Mithilfe des neuen Hybrid Knife sei es den Ärzten möglich schon sehr kleine Polypen zu entfernen. Durch die Unterspritzung mit einem sehr feinen Wasserstrahl werde hierbei die Abtragung des Polypen mit einem Nadelmesser ermöglicht, so der Chefarzt.
Zudem verhindert die neueste Technik der „CO2 Coloskopie“ die schmerzhaften Nebenwirkungen in Form von Überblähungsbeschwerden, denn anstelle von Raumluft wird nun für die Untersuchung Kohlendioxid verwendet. Dieser wird 150 Mal schneller aus dem Darm vom Körper wieder aufgenommen und über die Lunge abgeatmet. „Dazu kommt, dass hierdurch weniger Schlaf- und Schmerzmittel erforderlich sind und der Patient schneller wieder fit ist.“
Die neue Art der Untersuchung berge keine Risiken und nach der Behandlung sei der Bauch wieder ganz weich und flach, so Köstermann. „Die meisten Patienten fragen anschließend direkt nach der Cafeteria und das ist immer ein gutes Zeichen.“
„Für uns ist der Patientenkomfort der entscheidende Faktor“, erklärt Dr. Astrid Gesang, Mitglied der Klinikum-Geschäftsführung. Mit der neuen Methode hoffe man, dass sich mehr Patienten für eine Vorsorgeuntersuchung entscheiden. Die Überblähungsbeschwerden seinen ja nun mit dem neuen Verfahren kein Hinderungsgrund mehr. Darmkrebs könne mit nahezu 100-prozentiger Sicherheit geheilt werden, würde er nur frühzeitig genug entdeckt, betonen beide Ärzte noch einmal eindringlich.
Regional ist das Klinikum Niederberg das erste Krankenhaus mit der neuen Untersuchungstechnik und wurde vom Gerätehersteller als Referenzzentrum benannt. Für die Patienten fallen bei einer Behandlung mit dem neuen Gerät keine zusätzlichen Kosten an. „Die geringen Mehrkosten trägt das Haus selbst und diese lohnen sich, angesichts des vermehrten Patientennutzens. Je mehr Patienten sich für eine Vorsorge entscheiden, desto größer ist die Chance eine Krebserkrankung zu verhindern. Auch das spart Kosten.“, so Dr. Gesang.
Wer sich vorsorglich auf Darmkrebs untersuchen lassen möchte, vereinbart über seinen Haus-, Frauen-, Hautarzt oder Urologen einen Termin. „Bei mehr als zwei Millionen untersuchten Patienten bundesweit wurden im Zeitraum von acht Jahren über 100.000 Krebserkrankungen verhindert“, betont Köstermann.
Seitens der Ärzte wäre es wünschenswert, wenn noch ein weit größerer Teil der über 55- jährigen Bevölkerung an der Darmkrebsvorsorge teilnehmen würde, damit dem Darmkrebs der Garaus gemacht werden kann.

Autor:

Madelaine Schilken aus Velbert-Langenberg

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