Einen Blick in den Bauch geworfen

Die Kinder der Clarenbach-Schule mit der Vorsitzenden des Fördervereins der Kinderklinik, Andrea Davies (rechts). Im Hintergrund die schwangere Claudia Abraham und Rektorin Manon Hoch. | Foto: Foto: PR
  • Die Kinder der Clarenbach-Schule mit der Vorsitzenden des Fördervereins der Kinderklinik, Andrea Davies (rechts). Im Hintergrund die schwangere Claudia Abraham und Rektorin Manon Hoch.
  • Foto: Foto: PR
  • hochgeladen von Janina aus dem Siepen

Ungewöhnlicher Besuch in der gynäkologischen Ambulanz des Klinikum Niederberg: Statt vieler schwangerer Frauen belegen rund 20 Kinder der Heiligenhauser Adolf-Clarenbach-Grundschule die Stühle im Wartebereich.

Aufgeregt sind sie, weil sie schon im Schulunterricht erfahren hatten, dass sie gleich ein Baby zu sehen bekommen, noch bevor es geboren ist. Seit sieben Jahren sammelt die Schule beim Martinsfest Geld für den Förderverein der Kinderklinik. Diesmal kamen durch den Verkauf von Speisen und
Getränken 500 Euro zusammen, die sie jetzt an die Vorsitzende Andrea Davies übergaben.
Das Geld wird für eine 3D/4D-Mammasonde des Ultraschallgerätes der Frauenklinik zur Brustdiagnostik verwendet. Frauenklinik-Chefarzt Dr. Gerd Degoutrie höchstpersönlich begrüßte die kleinen Besucher. Er stellte ihnen Claudia Abraham vor, die im Februar ihr erstes Kind erwartet und sich bereit erklärt hat, für den Besuch der Schüler zur Verfügung zu stehen. „Könnt ihr euch vorstellen, warum Frau Abraham so einen dicken Bauch hat?“ „Weil da ein Baby drin ist“, antworteten gleich mehrere der gut informierten Kinder spontan. „Wisst ihr denn auch, wie wir es schaffen, das Baby zu sehen?“ – „Wir gucken in die dicke Kugel!“
Das 3D/4D-Ultraschallgerät gab den Kindern faszinierende Einblicke in den Bauch der werdenden Mutter und auf das ungeborene Leben. Das „Volusen E8“ ermöglicht sowohl dreidimensionale Standbilder vom Embryo als auch kleine Filmsequenzen in Echtzeit. „Schaut mal, hier sieht man wie das Herz schlägt“, erklärte Dr. Degoutrie geduldig den faszinierten Schülern das „Babyfernsehen“. Gespannt verfolgte auch Claudia Abraham die Ausführungen des Chefarztes und das große Interesse ihrer Gäste.
„Ich finde es toll, dass man den Kindern auf diese Weise eine Schwangerschaft näher bringen kann. Jedes einzelne Organ kann man erkennen.“ Doch das Ultraschallgerät dient natürlich nicht nur dazu, schönere Bilder vom ungeborenen Kind zu bekommen. Den Medizinern ermöglicht es eine noch präzisere Untersuchung als bei zweidimensionalen Geräten und bietet der vorgeburtlichen Diagnostik noch mehr Möglichkeiten.
„Die Medizin ist heutzutage in der Lage, schon vor der Geburt im Mutterleib erkennbare Gefährdungen oder Schädigungen des Kindes zu minimieren. Diese Möglichkeiten reichen bis hin zu Operationen am Embryo. Die moderne Ultraschalldiagnostik ist die Grundlage dafür, dass spätere Risiken unter der Geburt minimiert und sehr früh erkannt werden können“, sagt Dr. Degoutrie. Mit dem noch anzuschaffenden neuen Schallkopf wird diese differenzierte Diagnostik auch für Erkrankungen der Brust möglich sein.
Das neu erworbene Wissen behalten die kleinen Besucher übrigens nicht für sich. Wie in jedem Jahr halten sie in ihren Klassen vor den anderen Schülern Vorträge darüber, was sie im Klinikum Niederberg erlebt haben.

Autor:

Janina aus dem Siepen aus Hattingen

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

3 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.