„Leben ohne Qualm!“

Pia und Lara erklären Isabel (von links), wie das "Smoker-Face" funktioniert.
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  • Pia und Lara erklären Isabel (von links), wie das "Smoker-Face" funktioniert.
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Präventionsprojekt gegen das Rauchen am Gymnasium Langenberg

Kein normaler Unterrichtstag für die Schüler der siebten Klassen am Gymnasium Langenberg. Die NRW-Landesinitiative „Leben ohne Qualm“ (LOQ) ist zu Gast an der Schule. An insgesamt sechs einzelnen Mitmach-Stationen können sich die Schüler dabei auf spielerische Art mit dem Thema Rauchen auseinandersetzen. Unterstützt wird das Projekt durch die Fachstelle Sucht der Bergischen Diakonie, die ginko Stiftung für Prävention und durch den erzieherischen Jugendschutz der Stadt Velbert.

„Wir setzen auf den Selbsterfahrungsansatz des Projekts“, so Suchtpräventions- und Religionslehrer Karsten Brücker. „Will man junge Menschen von etwas überzeugen, kann man gut auf den sprichwörtlich erhobenen Zeigefinger verzichten. Das zeigt auch dieses interaktive Angebot.“ Spaß haben und dabei die Vermittlung eines ernsten Themas - kein Widerspruch. Im Gegenteil: „Die Schüler sind mit großem Interesse bei der Sache, während sie die Aufgaben der einzelnen Stationen durchlaufen.“
So auch an diesem Vormittag. In kleinen Gruppen stehen die Jungen und Mädchen an den Stationen des Parcours und lauschen den Aufgabestellungen. Die Schüler des Langenberger Gymnasiums haben an jeder Station zehn Minuten Zeit, um die gestellten Aufgaben zu erledigen. Unterstützt werden sie hierbei von Schülern der zehnten Klassen. Sie erläutern die Aufgabenstellung und führen ihre jüngeren Mitschüler durch den Parcours. Lara und Pia stehen gerade am „Smoker-Face“ und erklären Isabel, was die „Aging-Software“ des Tablets veranschaulicht. „Rauchen schadet der Haut, dem Geruchs- und dem Geschmackssinn“, erklären die Beiden ihrer jüngeren Mitschülerin. Wie das konkret bei der eigenen Gesichtshaut im Laufe der nächsten Jahrzehnte aussieht, dokumentiert das Programm auf beeindruckende Weise und auch Isabel merkt man an, wie erschreckend diese Fotos über den beschleunigten Alterungsprozess für sie sind.

An der Station „Hast du Puste“ erklären Xenia und Maren ihren Testpersonen, wie sie mit dem Atemtrainer ihre Atmung trainieren und achtsam einsetzen können. „Wir stoppen die Zeit der einzelnen Übungen, protokollieren alles, werten aus und beantworten Fragen“, erklären die Beiden. „Das macht Spaß und ist mal eine ganz neue Erfahrung.“ Eine klassische Win-win-Situation also, denn auch die Siebtklässler haben bei diesem Thema viel mehr vom Austausch mit älteren Schülern. Konzentriert und motiviert arbeiten sich die Schüler an diesem Vormittag von Station zu Station des LOQ-Parcours – bilden Wörter zum Thema Rauchen aus einem „Buchstabensalat“, beantworten Fragen beim sogenannten Tabak-Quiz oder erraten anhand von Alltags-Utensilien krebserregende Schadstoffe, die in einer Zigarette enthalten sind.

„Wir haben dieses Projekt bewusst in die siebten Klassen gelegt“, so Johannes Berlau vom erzieherischen Jugendschutz der Stadt Velbert. „In der Regel machen Schüler im Alter von zwölf Jahren erste Erfahrungen mit dem Rauchen. Die älteren Mitschüler sind wesentlich näher an diesen Erfahrungswerten dran und die Kommunikation der Schüler untereinander daher wichtig. Wir vermitteln das Wissen, geben Infos, aber wir sagen auch ganz klar: Die Entscheidung triffst Du selbst und auch die Verantwortung für Dich trägst Du allein.“

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