Ruhrtriennale: Die Installation "The Good, the Bad and the Ugly" auf dem Vorplatz der Jahrhunderthalle lockt mit drei neuen Werken

Anzeige
Das "House of the Talking Heads".

Wer dieser Tage den Vorplatz der Jahrhunderthalle betritt, kommt nicht umhin zu staunen: Drei neue Skulpturen des Ateliers Van Lieshout laden in der Installation „The Good, the Bad and the Ugly“ zum Verweilen ein, lösen Befremden aus und regen zum Nachdenken an.

Das „House of the Talking Heads“ thematisiert die wachsende Abhängigkeit des Menschen von Maschinen. Sind dort zwei Automaten ins Gespräch vertieft oder ein Mensch und eine Maschine? Der Schöpfer des Werks, Joep van Lieshout, erklärt: „Der Mensch will Maschine sein und die Maschine Mensch.“ Als besonderer Publikumsmagnet dürfte sich das interaktive Kunstwerk „Oracle“ erweisen. Der riesige Kopf aus Stahlstreben kann Mund und Augen bewegen, sprechen und sich drehen. Besucher können eine SMS an „Oracle“ senden, die der Kopf dann verliest. „Dabei geht es um Themen wie Meinungsfreiheit und den Umgang mit sensiblen Daten“, erläutert Van Lieshout.
Die Leitfrage der Installation, die im Rahmen der Ruhrtriennale auf dem Vorplatz der Jahrhunderthalle errichtet worden ist, lautet: „Können wir den Menschen noch von der Maschine unterscheiden?“ Die Spannung zwischen Maschinenmensch und Menschmaschine steht im direkten Bezug zur Geschichte des Ruhrgebiets. Dabei soll jedoch nicht nur die industrielle Vergangenheit im Mittelpunkt stehen. Schließlich ist gerade der Mensch der Gegenwart immer stärker von den verschiedensten Technologien abhängig – von Medien, Manipulationen am Zellmaterial von Lebewesen oder Robotertechnik. In diesem Kontext ist auch das „Steam Hammer-House“ zu sehen, das dritte neue Werk neben „House of the Talking Heads“ und „Oracle“. Das „Dammpfhammer-Haus“ erscheint zunächst als Denkmal für die Industrie vergangener Tage. Die riesige, organisch wirkende Skulptur beherbergt einen Wohnraum inklusive Küche und Bad. Sie verortet sich damit durchaus in einer postindustriellen Welt. Der Mensch kann sich in der Maschine wohnlich einrichten und wird dadurch ein Teil von ihr.
Auch 2016 werden wieder die „Sanitary Silos“, der „Domestikator“ und der titelgebende Trailer „The Good, the Bad and the Ugly“ errichtet. Das Refektorium fungiert auch diesmal als Zentrum des sechswöchigen Festivals Ruhrtriennale. Die Bar ist täglich geöffnet. Außerdem finden Musikveranstaltungen, Kinoabende, Gespräche, Performances und Symposien statt.
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.