Vandalismus an Marktschule / Polizei: Fall von "jugendlichem Leichtsinn"

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Der "Vandalismus-Fall" an der Marktschule Ickern ist nach Auffassung der Polizei offenbar die Folge "jugendlichen Leichtsinns. Vieles deutet darauf hin, dass es nichts Geplantes war", sagt Polizeisprecher Michael Franz.

Wie von unserer Zeitung am Mittwoch (15. März) berichtet, hatte die Polizei Hinweise auf mehrere Verursacher erhalten. Noch steht ein Teil der Vernehmungen aus. Und da die Ermittlungen weiterhin andauern, hält die Polizei sich nach wie vor bedeckt und macht beispielsweise keine Angaben zum genauen Alter der Verdächtigen.

"Mehrere Jugendliche und Heranwachsende haben sich am Abend des 4. März dazu entschlossen, in die Turnhalle der Marktschule einzudringen, um dort Fußball zu spielen", so Michael Franz. "Irgendwann ist dann die Idee aufgekommen, dass man auch ins Schulgebäude könnte. Und dort kam es dann zu den Vorfällen."
Unter anderem waren im Obergeschoss des Schulgebäudes die Wasserhähne der Waschbecken aufgedreht und Siphons abgebrochen worden. Das Wasser drang dann bis in die untere Etage durch.

Jetzt müsse geklärt werden, wer was gemacht habe. Scheinbar sei nicht die ganze Gruppe, die in der Turnhalle war, auch im Schulgebäude gewesen, sondern nur ein Teil. "Diejenigen, die nicht dort eingedrungen sind, sollten ein Eigeninteresse daran haben, sich zu melden und Angaben zu machen", sagt der Polizeisprecher.

"Ich hoffe, dass das Ganze für viele ein Mahnmal sein wird", meint Ute Lüdke, Leiterin der Marktschule. "Vandalismus an Schulen ist kein Einzelfall. Man sieht, dass er auch Konsequenzen haben kann. Ich hoffe, dass das ein Lerneffekt für andere ist."

"Grundsätzlich muss derjenige, der etwas verursacht hat, für den Schaden aufkommen. Entweder gilt: Erziehungsberechtigte haften für ihre Kinder oder der Verursacher haftet selbst", erklärt Michael Franz. Dies müsse im zivilrechtlichen Verfahren geklärt werden.
Die Höhe des bei dem Vandalismus entstandenen Schadens ist nach wie vor nicht bekannt.

Marktschule: Viel zu organisieren

An der Marktschule Ickern gibt es indes weiterhin jede Menge zu organisieren. 135 OGS-Kinder mussten in anderen Räumen untergebracht werden. Ute Lüdke spricht den Eltern ein großes Lob aus. "Sie haben den Schaden gesehen, unsere Probleme erkannt und andere Betreuungsmöglichkeiten organisiert. Deshalb brauchte nur für rund 40 bis 50 Kinder eine Notgruppe eingerichtet zu werden."
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