Schulsanierung: Arbeiten für mehr als 1,2 Millionen Euro werden verschoben

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Die Fassade und die Außentüren der Marktschule Ickern hätten in diesem Sommer saniert werden sollen. Wie für andere Schulsanierungsmaßnahmen auch konnte dafür jedoch kein Geld bereitgestellt werden. An manchen Schulen tut sich aber etwas. Insgesamt investiert die Stadt etwa 510.000 Euro. (Foto: Thiele)
 
Bereits im vergangenen Sommer sollte die Johannes-Rau-Realschule eine neue Mensa erhalten, aber die Mittel standen nicht bereit. Nun wird die Maßnahme in diesen Sommerferien nachgeholt.

Während der Sommerferien stehen in einigen Schulen Sanierungsarbeiten an. So erhält die Johannes-Rau-Realschule eine neue Mensa. Eigentlich sollte diese schon im vergangenen Sommer gebaut werden, aber das Geld dafür konnte erst dieses Jahr bereitgestellt werden. Aus demselben Grund werden weitere Schulsanierungen, die für diesen Sommer vorgesehen waren, auf unbestimmte Zeit verschoben.

510.000 Euro umfassen die Kosten für die Sanierungsarbeiten in sieben Schulgebäuden, die in den kommenden Wochen erledigt werden. „Das sind geschätzte Kosten“, schränkt Stadtsprecherin Maresa Hilleringmann ein. Dies liege daran, dass in der vom Rat beschlossenen Investitionsliste zwar eine Summe genannt werden müsse, diese aber auf Schätzungen und nicht auf einem Kostenvoranschlag beruhe, erläutert sie.
1.245.000 Euro betragen dagegen die geschätzten Kosten für die Sanierungsmaßnahmen an vier weiteren Schulen, die zwar für den Haushalt 2015 angemeldet waren, für die aber keine Mittel bereitgestellt werden konnten.
Auf dieser Liste findet sich die Franz-Hillebrand-Hauptschule mit 310.000 Euro. Damit sollten die Umkleiden und die Duschen der Sporthalle saniert werden. Ebenfalls nicht in diesen Sommerferien umgesetzt werden die Erneuerung des Schüler-WCs im Trakt I der Cottenburgschule (200.000 Euro), die Sanierung der Fassade und der Außentüren der Marktschule Ickern (230.000 Euro) sowie zwei Maßnahmen an der Willy-Brandt-Gesamtschule. Hier hätte die Mensa mit Küche (355.000 Euro) sowie in einem ersten Bauabschnitt ein Drittel der Fenster (150.000 Euro) saniert werden sollen.

Mittel werden für 2016 wieder angemeldet

Die Mittel für diese verschobenen Maßnahmen würden für 2016 wieder angemeldet, so Hilleringmann. „Ob sie bereitgestellt werden, muss dann der Rat entscheiden.“ Jedoch hofft man bei der Stadtverwaltung darauf, dass es vielleicht Geld von anderer Seite gibt, um die aufgeschobenen Sanierungen zügiger umsetzen zu können. Es seien nämlich Bundes- und Fördermittel beantragt, aber bisher nicht bewilligt worden.
In sieben Schulen wird aber in diesen Sommerferien definitiv gebaut. Für eine geschätzte Summe von jeweils 10.000 Euro sollen in der Schillerschule sowie der Franz-Hillebrand-Hauptschule Umbauarbeiten für die Sekundarschule erfolgen. In beiden Gebäuden sollen mit Trennwänden Differenzierungsräume und Rückzugsmöglichkeiten geschaffen werden. Ebenfalls auf der Liste stehen die Sanierung des Daches und der Terrasse der Willy-Brandt-Gesamtschule (75.000 Euro) sowie der Einbau von Geräteraumtoren und Prallschutz in der Sporthalle der Grundschule Am Busch (50.000 Euro). Im Rahmen der Inklusion werden an der Wilhelmschule außerdem schallschutzabsorbierende Wand- und Bodenbeläge (10.000 Euro) installiert.

Zwei Maßnahmen werden jetzt nachgeholt

Zwei weitere Maßnahmen werden jetzt erledigt, da das erforderliche Geld im vergangenen Sommer nicht dafür bereit stand. Es ist zum einen die Sanierung des Heizungsverteilers und der Regelung im Altbau der Fridtjof-Nansen-Realschule (75.000 Euro). Ebenfalls geschoben wurde der Neubau der Mensa für die Johannes-Rau-Realschule.
„In manchen Fällen sind es nicht die endgültigen Kosten“, sagt Hilleringmann über die Arbeiten, die in diesem Sommer in Angriff genommen werden. Einer dieser Fälle ist die Mensa für die Johannes-Rau-Realschule. „Da steht schon fest, dass die Industrieküche teurer wird.“ Um wieviel genau allerdings noch nicht. Bisher steht die Maßnahme mit einer geschätzten Summe von 280.000 Euro auf der Investitionsliste. „Sie wird einige Zehntausend Euro teurer“, so Hilleringmann. Die Mensa solle aber trotzdem in den Ferien fertiggestellt werden, und „das Geld muss aufgetrieben werden“.

Ehemalige Grundschule Grüner Weg

- Auch der Umbau des Erdgeschosses der ehemaligen Grundschule Grüner Weg zum Kindergarten sollte bereits im vergangenen Sommer erfolgen und wird jetzt nachgeholt.
- Die geschätzten Kosten hierfür betragen 250.000 Euro.
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