ExtraSchicht Dorsten: Zauber der Industriekultur

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Mit Rauch gefüllte Seifenblasen und ein kunstvoller Feuertanz gehörten zu den vielen kleinen, aber feinen Attraktionen der ExtraSchicht auf Fürst Leopold. Fotos: Borgwardt
Dorsten: Creativquartier Fürst Leopold |

Nach einigen Jahren Pause hat sich die ehemalige Zeche Fürst Leopold zur Extraschicht 2017 mit einem faszinierenden Kulturprogramm zurückgemeldet.

Trotz des kalten Nieselwetters waren zahlreiche Besucher auf dem Gelände des Creativquartiers erschienen. Das ehemalige Bergwerk hat sich längst zu einer gefragten kulinarischen und kulturellen Meile mit breiter Gastronomie entwickelt, und so konnten hungige Gäste aus einer reichhaltigen Speisekarte wählen. Aber auch das Menü der Attraktionen war abwechslungsreich und breit aufgestellt.

Da gab es natürlich erst einmal die Anlage selbst, die Bergbau- und Technikfans ausgiebig besichtigen konnten. Die emsigen Fachleute vom Bergbauverein, die sich heute um die beeindruckende Maschinenhalle kümmern, standen hier mit jede Menge Geduld und Fachwissen zur Verfügung. Wer mochte, konnte an einer der kostenlosen Führungen über das Gelände teilnehmen.

Freunden handgemachter Musik wurde ebenfalls reichlich aufgetischt: Zwischen Blasmusik und Led Zeppelin, Jethro Tull und querbeeten Gitarrensounds fand jeder seine Nische. Als Bühnen dienten dabei das Vinylcafé, die Galerie der Traumfänger und die Lampenstube, die jeweils ihren eigenen Charme boten. A propos Galerie: Wie vom Creativquartier gewohnt, warteten verschiedene Künstler mit ihren Exponaten auf, darunter der Berliner Maler und Skulpteur Jan Muche, der Industriefotograf Peter Koerber, und Klaus Risse mit seinen unverwechselbaren Kartoffelfiguren. Ebenfalls dabei war der junge Künstler Benjamin Rayher, von dem besonders ein großformatiges popkulturelles Ensemble in der Kaue auffiel.

In der Kaue, die mit ihren tausenden von Ketten und Wäschekäfigen ohnehin schon reichlich ausserirdisch wirkte, konnten die Besucher eine beeindruckende Lasershow erleben, die bis spät in die Nacht alle 20 Minuten wiederholt wurde. So konnte man mehrfach in den Genuss kommen, um auch wirklich alle Facetten der turbulenten Lichtkunst aufnehmen zu können.

Walking Acts, Tänzer und faszinierende Feuervorführungen rundeten das Kulturpaket ab, mit dem sich Dorsten wohl auch in Zukunft wieder als ein fester Spielort in der großen ExtraSchicht etabliert haben dürfte.

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Markus Schmidt aus Recklinghausen | 27.06.2017 | 07:24  
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