Irre Raserei mit über 200 km/h auf der A52 Richtung Gelsenkirchen

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Am Mittwoch (2.12.2015) gegen 13 Uhr, raste ein VW-Golf, sowie ein Mercedes E 350, auf der Autobahn A 52 im Bereich Marl Stoßstange an Stoßstange mit Geschwindigkeiten von teilweise mehr als 200 km/h in Richtung Gelsenkirchen.

Der Golf verließ dann die Autobahn an der Anschlussstelle Marl-Frentrop, wobei der schwarze Daimler seine Fahrt mit extrem hoher Geschwindigkeit in südlicher
Richtung fortsetzte. Verfolgt wurde der Fahrer von einem zivilen Motorrad der Polizei, welches zuvor von dem "Gespann" überholt wurde.

Immer wieder kam es zu gravierenden Abstandsverstößen, da der Fahrer des Mercedes mit hoher Geschwindigkeit bis dicht auf die Fahrzeuge auf der linken Fahrspur auffuhr und dann stark abbremste, um dadurch seine Fahrspur freizuräumen.

Jegliche Geschwindigkeitsbegrenzungen sowie Warnzeichen (Rollsplitt) wurden von dem Mercedesfahrer ignoriert. Er wurde dann in Höhe der Anschlussstelle Gelsenkirchen-Hassel mit 193 km/h gemessen. Das Problem des
Fahrzeugführers allerdings war, dass in diesem Bereich der Autobahn die Geschwindigkeit laut Verkehrszeichen auf 80 km/h begrenzt wurde. Er konnte anschließend von dem Motorradfahrer der Polizei gestoppt werden.

Bei der dann folgenden Überprüfung stellte sich heraus, dass es sich bei dem Fahrer um einen 21 Jahre alten Gelsenkirchener handelte, der laut Führerscheindaten gerade die Probezeit hinter sich hatte. Das neuwertige Fahrzeug, welches auf den Vater zugelassen war, hatte sich der junge Mann mit seinem Bruder zugelegt, weil beide laut seiner Aussage, sehr gerne schnell Auto fahren würden. Er käme gerade von der Berufsschule in Marl und hatte sich nach Schulschluss mit seinem Mitschüler, dem Golffahrer, auf der Autobahn ein freundschaftliches Rennen geliefert.

Nach Abzug aller Messtoleranzen blieb eine vorwerfbare Geschwindigkeitsüberschreitung von 103 km/h übrig. Dem Gelsenkirchener muss aufgrund der vorsätzlichen Tat mit einer Geldbuße von 1200 Euro sowie einem Fahrverbot von drei Monaten rechnen. Aufgrund der Videoaufzeichnung konnte dem Fahrzeugführer noch einmal die Gefährlichkeit seiner aggressiven und rücksichtslosen Fahrweise vorgeführt werden. Nach der Betrachtung und einem klärenden Gespräch war dieser spürbar betroffen, denn eigentlich wollte er ja nur Spaß haben und niemanden in Gefahr bringen. Aus Sicht der Polizei bleibt nur zu hoffen, dass die Betroffenheit des jungen Mannes möglichst lange anhält und für die Zukunft Schlimmeres verhindert werden kann. (ots)
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