Ein Ort für die junge Dortmunder Szene

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Im ehemaligen Neonaziladen an der Rheinischen Straße gibt es nun regelmäßig Musik von DJs wie Marshall Artz und Sänger Indi/Rekt. (Foto: Schütze)

Das Haus an der Rheinischen Straße 135 war einst berüchtigt: Es beherbergte unter anderem den „Donnerschlag“-Laden. Ein Geschäft, in dem Neonazis und andere Rechtsextreme ihr Szene- Equipment kaufen konnten.

Aus dem verrufenen Haus ist nun etwas ganz anderes geworden: OB Sierau konnte jetzt dort das Jugend- und Kulturcafé JKC sowie das Respekt-Büro eröffnen.

Jugendliche, die ihre Freizeit und ihr Lebensumfeld aktiv gestalten wollen, finden hier Ansprechpartner, die sie gerne und engagiert dabei unterstützen. Im Respekt-Büro entstehen Angebote zum Entwickeln und Einüben einer demokratischen, toleranten und respektvollen Grundhaltung. Die Angebote richten sich an die Schulen und Kooperationspartner im Stadtgebiet.

„Gerade die Kombination von Jugend- und Kulturcafé und Respekt-Büro in dieser Immobilie steht für ein starkes Signal des Neuanfangs an diesem Ort. Damit wurde eine ehemalige Brutstätte des Rechtsextremismus in einen Ort der demokratischen und kulturellen Vielfalt gewandelt. Das gilt es zu feiern“, unterstrich Oberbürgermeister Ullrich Sierau bei der Einweihung.

In der Rheinischen Straße 135 sind neue Räume und Angebote für alle Jugendlichen entstanden, die eine Vielzahl von Möglichkeiten bieten, Freizeit aktiv und vor allem kreativ zu gestalten. Jugendkulturelle Angebote stehen dabei im Vordergrund: Von künstlerischer Gestaltung bis zum Erlernen von DJ-Techniken ist hier alles möglich; aber auch Chillen und einfach mal Abhängen sind hier erlaubt.

Zum Hintergrund: Nach Verbot des „Nationalen Widerstands Dortmund“ durch NRW-Innenminister Ralf Jäger wurde am 23. August 2012 die Immobilie Rheinische Straße 135 von der Polizei geräumt. Damit gehörte das selbsternannte „Nationale Zentrum“ der Vergangenheit an.

Die Stadt übernahm das Gebäude


Die Stadt entschied sich, in diesem Gebäude eine zentrale Einrichtung für Jugendliche zu schaffen.
Die Entwicklung des anspruchsvollen Konzepts gemeinsam mit den Jugendlichen übernahm das Jugendamt. Alle zogen an einem Strang, so dass sich die Jugendlichen auch schon in der Bauphase beteiligen und einbringen konnten. So entwickelten und gestalteten die Fachleute und die späteren Besucher gemeinsam ihre neue Einrichtung.

Die Experten der Liegenschaftsverwaltung und des Jugendamtes schufen für die umfangreichen Umbauarbeiten ein Konzept, das bereits in der Bauphase die Einbindung von jungen Dortmundern ermöglichte.Die Dogewo21 unterstützte das Erstellen der Planunterlagen und der Genehmigungsplanung, so dass auf dieser Grundlage der erste städtische Bauauftrag an einen Jugendberufshilfeträger, die Grünbau gGmbH, vergeben werden konnte.
Während des gesamten Bauprozesses waren bis zu 20 Jugendliche in den verschiedenen Gewerken tätig.

Sprungbrett für Jugendliche in der Ausbildung


Die Erfolgsgeschichte trägt schon jetzt Früchte: Drei Jugendliche aus dieser Maßnahme haben inzwischen eine Lehre im Bauhandwerk begonnen. Parallel zu den Arbeiten führte das neue Jugend- und Kulturcafé zahlreiche Projekte und jugendkulturelle Aktionen im Stadtteil und im gesamten Stadtgebiet durch. So ist es gelungen, schon während der Umbau- und Herrichtungsphase die neue Marke JKC zu entwickeln und stadtweit bekannt zu machen.

Hintergrund:


 Geöffnet ist das Jugend- und Kulturcafé als offenes Café dienstags und mittwochs von 16 bis 22 Uhr

 Der JKC-Stammtisch läuft jeden Donnerstag von 18 bis 22 Uhr. Dort gibt es gegen einen geringen Eintritt Musik und Open Mic, Einlass ist ab 16 Jahren

 Veranstaltungen sind an jedem zweiten Freitag oder Samstag im Monat geplant.

 Graffiti-Workshops gibt es am 17. und am 24. April, jeweils von 15 bis 20 Uhr

 Das Jugend- und Kulturcafé richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen 14 und 27 Jahren

 Kontakt: jkc@dortmund.de
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