Finale bei Klangvokal

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Die Cappella Mariana aus Prag geht auf eine Entdeckungsreise durch die Vokalpolyphonie um 1500. (Foto: Veranstalter)
 
Frierdrich Haider dirigiert das Abschlusskonzert des Musikfestivals (Foto: Veranstalter)

In den letzten Tagen der abschließenden Festivalwoche zeigt das Musikfestival noch einmal die ganze Vielfalt gesungener Musik.

Die „Cappella Mariana“aus Prag präsentiert Schätze der Renaissance und geht dabei auf Entdeckungsreise durch die Vokalpolyphonie um 1500. Kubanische Musik mit einem Hauch Latin Jazz und Klassik verbindet die Kubanerin mit Schweizer Wohnsitz „Yilian Canizares“ bei ihrem Konzert im domicil und zum großen Abschluss im Konzerthaus geht es zu einer rasanten Reise durch die Welt der italienischen Oper, der Wiener Operette und des amerikanischen Musical mit
„Von Wien nach New York“.

Schätze der Renaissance

Die Cappella Mariana aus Prag geht gemeinsam mit dem Publikum auf eine
Entdeckungsreise durch die Vokalpolyphonie um 1500. Die aufgeführten Werke
entstammen dem Codex Speciálník – der bedeutendsten Musiksammlung Böhmens aus dieser Zeit, die musikalische Schätze aus Böhmen und ganz Europa
vereint.
Lupenrein geführte Linien, klare Renaissance-Färbung und ein
blindes Vertrauen beim gemeinsamen Musizieren auf internationalem
Spitzenniveau stehen für die international gefragten Gesangssolisten wie
die Sopranistin Hana Blažíková und den Bariton Tomáš Král im Fokus.

Damit haben sich die Sänger als führendes tschechisches Ensemble für
mehrstimmige Werke des Mittelalters, der Renaissance und das frühbarocke
Vokalerbe etabliert. Ihr Konzert ist am Freitag, 10. Juni, um 20 Uhr in der St. Marienkirche.

Weltbürgerin aus Kuba


Kubanische Musik mit einem Hauch Klassik: Yilian Cañizares, die
erstklassige kubanische Geigerin und Sängerin mit Schweizer Wohnsitz,
schafft daraus einen betörenden Kulturmix. Ihre ausdrucksstarke Stimme und
ihr präzises Geigenspiel vereinen sich bei ihrem NRW-Debüt im domicil mit
afro-kubanischen Rhythmen.

Nicht oft erlebt man Sängerinnen, die sich gleichzeitig auf der Geige
begleiten. Für Yilian Cañizares ist das ebenso selbstverständlich, wie sie in ihrer Musik grenzenlos zwischen den Stilen wechselt. Kein Wunder: Schon als kleines Kind besuchte sie in ihrer Geburtsstadt Havanna, gemeinsam mit ihren Eltern, jedes Wochenende abwechselnd Konzerte klassischer Orchester, Jazz Quartette oder Salsa Bands. Heute beeindruckt die Dreißigjährige mit ihrer enormen Bühnenpräsenz längst ein eigenes internationales Publikum.

Gemeinsam mit drei Begleitmusikern am Piano, Bass und Schlagzeug spielt die Kubanerin ihre zum Teil selbstgeschriebenen Stücke, auf höchst eigenwillige und vielfältige Art: So beginnt sie „Donde hay amor“ als klassische Ballade und lässt die Musik temperamentvoll als Cha Cha Cha ausklingen.

In „Laila“ dominieren jazzige Klänge und Scatgesang, und im Stil des kubanischen Son stimmt Yilian Cañizares den französischen Chanson „Non, je ne regrette rien“ an, den Edith Piaf einst weltberühmt gemacht hat. Mit ihrer kräftigen Altstimme singt sie auch Wiegenlieder des westafrikanischen Yoruba-Volkes, deren Kultur in Kuba über die Sklaven heimisch wurde. Termin: SA, 11. Juni, 20.00 Uhr, domicil.

Von Wien nach New York


Eine rasante Reise durch die Welt der italienischen Oper, der Wiener
Operette und des amerikanischen Musical: Mit dem Österreicher Friedrich Haider steht zum Festivalausklang im Konzerthaus ein von Wien bis New York gefeierter Maestro am Pult – Operettenklänge von Johann Strauß weiß er ebenso hin- und mitreißend zu gestalten wie die Opernhits von Gioacchino Rossini und die Musical-Evergreens eines Leonard Bernstein.

Um virtuose italienische Belcanto-Arien von Giacchino Rossini, heitere Wiener Operettenklänge von Johann Strauss und Franz Lehár sowie mitreißende Musical-Hits des Amerikaners Leonard Bernstein live genießen zu können, muss man zumeist verschiedene Konzerte besuchen. Im Abschlusskonzert des Klangvokal Musikfestival ist das anders, denn hier werden die Grenzen zwischen den Genres des Musiktheaters überwunden: Mit großartigen internationalen Künstlern geht es an diesem Sonntagnachmittag auf eine musikalische Reise um die Welt von Wien über Mailand nach New York.

Den Takt gibt bei diesem Konzert der österreichische Dirigent Friedrich Haider vor, der zu den großen Musikerpersönlichkeiten zählt. Zwei aufstrebende Gesangstalente sind bei diesem Konzert mit von der Partie: Die junge Französin Elsa Dreisig räumte 2015 mit ihrem edlen Soprantimbre Preise bei renommierten Wettbewerben ab, singt aktuell die Pamina in Mozarts „Zauberflöte“ an der Staatsoper Berlin und in Paris und machte bei der letzten Operngala der AIDS-Stiftung in Berlin Furore.

Ihr Partner an diesem Nachmittag ist der rumänische Tenor Lucian Krasznec: Das Ensemble-Mitglied der Dortmunder Oper wurde in dieser und den vergangenen Spielzeiten von den Dortmundern bejubelt, u. a. als Alfredo in Verdis „La Traviata“ am Theater Dortmund und mit Highlights aus Bernsteins „West Side Story“ beim Klangvokal Musikfestival 2015. In diesem Jahr gibt er sein Debüt an der Wiener Volksoper und verabschiedet sich mit diesem Konzert von seinem Dortmunder Publikum, bevor er an das Gärtnerplatztheater in München wechselt. Am SO, 12. Juni um 15 Uhr im Konzerthaus.
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