Auf dem Hansemarkt müssen sich Ritter messen

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Mit Schwertern und Degen gehen Ritter vor der Reinoldikirche aufeinander los. Die Showkämpfe werden von Gauklern und Marketendern umrahmt. (Foto: Archiv)
 
Gaukler und Musiker unterhalten die Gäste. (Foto: Archiv)

So farbenprächtig wie zu ihrer Blütezeit im 14. Jahrhundert zeigt sich vom 30. Oktober bis 3. November die DortmunderCity. Fünf Tage lang lässt die Gesellschaft für City-Marketing die damalige Epoche in einem aufwändigen Spektakel Revue passieren.

Alter Markt, Kleppingstraße und Reinoldikirchplatz werden bis zum Wochenende (2./3.) zum Schauplatz für Nostalgiekirmes, Livemusik, Bauern- und Mittelaltermarkt, spannende Ritterspiele und erstmals auch mit einem Feuer-Theater, einer Greifvogelschau und einem Ritter-Turnier.
Händler, Schausteller, Musiker und Gaukler garantieren jeweils von 10 bis 21 Uhr, Freitag und Samstag bis 22 Uhr für einen der größten freien Traditions- und Bauernmärkte dieser Art in Nordrhein-Westfalen. Offizielle Eröffnung ist am heutigen Mittwoch um 16 Uhr auf dem Reinoldikirchplatz.


Fachwerkhaus aus dem 18. Jahrhundert

Auf dem Willy-Brandt-Platz können Besucher ein aus dem 18. Jahrhundert stammendes Fachwerkhaus bestaunen und Drechslern, Zimmerleuten sowie Lehmbauern zusehen, wie vor vielen hundert Jahren gearbeitet wurde. Bei einer Korbmachrin flechten Erwachsene und Kinder in einer halben Stunde sogar ihre eigenen Körbe aus Peddigrohr. Schlachter, Räucherer, Winzer und Bierbrauer demonstrieren in der „Hexengasse“ an der Marienkirche ihr Können. Beim Scherenschleifer werden abgewetzte Messer im Handumdrehen wieder scharf. Wer es lieber süß mag, sollte beim Imker vorbeischauen.
Direkt vor der Reinoldikirche zeigen kräftige Knappen, wie damals mit Schwert und Degen gekämpft wurde. Messerwerfer, Bogenschützen und Musiker versetzen die Besucher zurück ins Mittelalter.
Der Dortmunder Schausteller-Verein Rote Erde präsentiert auf dem Alten Markt eine Nostalgiekirmes mit Riesenrad (1925), Überschlagschaukel (1920), Raupenbahn mit Verdeck (1912), Schwanenflieger (1928), Miniaturkirmes und einer Dampfmaschine.

Hochseilartisten sorgen für Spannung

Höhepunkt der Kirmes dürften wieder die Hochseilartisten der Geschwister Weisheit sein. Natürlich darf auch die „Gänsekapelle“ nicht fehlen, bei der die Graugänse ihrem Hüter im Takt der Musik folgen. Mit dabei sind auch Eule, Uhu und Waldkäuzchen, bei deren Falkner sich Mutige melden können, um einen Greifvogel auf dem Arm landen zu lassen.
Die jüngsten Besucher können sich diesmal sogar von einem Herold zum Ritter schlagen lassen und eine Urkunde mit nach Hause nehmen, wenn sie bei diesem Turnier ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen: Balancieren mit dem Ei, Enten retten, Ringleinstechen, Pferd und Harnisch oder beim Armbrustschießen.
Am frühen Abend werden jeweils in spektakulären Shows feurige Geschichten aus fernen Ländern erzählt: Am Samstag sind es niedliche Elfen, Waldgeister und Trolle, die eine zauberhaft fröhliche Atmosphäre schaffen. Am Sonntag hingegen wird es schaurig schön, wenn Vampire, Werwölfe und Gargoyles aus dunklen Ecken gekrochen kommen.
Am Sonntag, 3. November, sind Geschäfte und Warenhäuser der City für entspanntes Shoppen von 13 bis 18 Uhr geöffnet.
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