Dortmunder Grüne unterstützen erneuten Vorstoß zum Lkw-Verbot auf der Bundesstraße 1

Anzeige
Tagsüber darf der Lkw-Verkehr auf der B1 - hier in Höhe der Gartenstädter Heliand-Kirche - noch uneingeschränkt rollen. (Foto: Günther Schmitz)
Dortmund: Bundesstraße 1 in der Gartenstadt |

Der erneute Vorstoß der B1-Initiative zum ganztägigen Durchfahrtsverbot auf der Bundesstraße 1 wird von den Dortmunder Grünen unterstützt. Das Durchfahrtsverbot ist auch eine lang-jährige Forderung der Grünen im Rat und in der Bezirksvertretung Innenstadt-Ost.

Ingrid Reuter, Fraktionssprecherin der Grünen: „Seit mehr als zehn Jahren gelten die verschärften Grenzwerte der EU-Luftqualitätsrichtlinie, seit mehr als 30 Jahren wird in Dortmund über ein Durchfahrtsverbot für Lkw diskutiert. Mittlerweile sollte allen bewusst sein, dass es bei einem Durchfahrtsverbot nicht nur um die Lärmbelastung geht, denen die Anwohner*innen massiv ausgesetzt sind. Es geht vor allem auch um die dauerhaft zu hohen Mengen an gesundheitsgefährdendem Stickstoffdioxid. Das schon bestehende nächtliche Durchfahrtsverbot war ein erster Schritt. Für eine wirksame und dauerhafte Senkung der belastenden Luft- und Lärmwerte reicht das aber nicht.“

Die Grünen hatten 2014 der Vorlage der Verwaltung zu einem ganztägigen Durchfahrtsverbot auf Probe zugestimmt. Die Mehrheit des Rates war jedoch dagegen, obwohl die Stickstoffdioxidwerte auch an der B1 stetig steigen – und zwei Drittel der verkehrsbedingten Stickoxidemissionen aus Dieselmotoren stammen.

Fraktionssprecherin Reuter führt weiter aus: „Die Verwaltung hat in ihrem letzten Bericht zur Luftqualität in Dortmund bestätigt, dass die bisherigen Maßnahmen zu keinen Verbesserungen bei der Luftbelastung geführt haben. Spätestens jetzt müssten die Ratsvertreter/innen bereit sein, weitergehende Schritte zu unternehmen, wenn man die Gesundheit der Bürger/innen und die EU-Vorgaben ernst nimmt. Das Durchfahrtsverbot für Lkw auf der Innenstadt-Strecke der B1 muss auch im Rat nochmal überdacht werden."

Und Reuter ergänzt: "Mit einem befristeten Fahrverbot allein ist es allerdings grundsätzlich nicht getan. Es muss mit weiteren Maßnahmen, wie konsequenter Kontrolle sowie der Reduzierung der Hintergrundbelastung zusammen umgesetzt werden. Darüber hinaus sollten gerade für den Lkw-Verkehr öko-logistische Konzepte zur Anwendung kommen, die für eine stärkere Nutzung der Bahn sowie eine stärkere Bündelung von Warenströmen und damit für eine grundsätzliche Verminderung des Lkw-Verkehrs sorgen. Mittel- und langfristig brauchen wir für eine bessere Luftqualität eine echte Verkehrswende mit weniger Autoverkehr, mehr schadstofffreien Alternativen und einer umweltfreundlichen Citylogistik.“
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.