HSP: Traditionsunternehmen Hoesch Spundwand droht Personalabbau - Deutschland wird kaputtgespart

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Spundwände auf einer Baustelle. (Foto: Хрюша)
Dortmund: Rheinische Straße |

Der Betriebsrat HSP wurde am 18.12.2014 kurzfristig vor seiner geplanten Belegschaftsversammlung durch die Geschäftsführung informiert, dass man beabsichtigt ab dem 01.04.2015 eine zwei-schichtige Produktionsfahrweise einzuführen. Das würde einen massiven Personalabbau bei der Hoesch Spundwand und Profil GmbH bedeuten.

Die Geschäftsführung begründet dies mit der Prognose eines fehlenden Auftragsvolumens in den künftigen Jahren. Laut Aussage der Geschäftsführung, wird unter anderem durch Sparmaßnahmen der EU nicht genügend in die Infrastruktur investiert.

Fehlende Investitionen in Infrastruktur kosten Arbeitsplätze

Der Betriebsrat wurde davon überrascht, da im Vorfeld mit einem Unternehmensberater, IGM und der Geschäftsführung eine andere Strategie verfolgt wurde, welches in einem 3-Jahresplan positive Effekte bis zur schwarzen Null in 2017 prognostiziert und das ohne Personalabbau.

Nicht zuletzt Aufgrund des Forderungskataloges vom 16.10.2014 und der entsprechenden Resolution des Stadtrates Dortmund vom 13.11.20014 werden Belegschaft, Vertrauenskörperleitung und Betriebsrat mit all ihren zur Verfügung stehenden Mitteln für den Erhalt aller Arbeitsplätze kämpfen.

Deutschland wird kaputtgespart

"Wir erleben wieder hautnah in Dortmund, dass Deutschland und Europa kaputtgespart werden und dies letztlich auch Arbeitsplätze in Deutschland kostet. Wir brauchen eine massive staatliche Investition in die Infrastruktur", so der wirtschaftspolitische Sprecher der Dortmunder Rathausfraktion von DIE LINKE und Piraten Carsten Klink (DIE LINKE).

Eine schwarze Null ist nicht alles und mittels Steuererhöhungen für die extremst Reichen können die Gelder bereitgestellt werden, die diese Infrastrukturinvestitionen auch finanzieren und somit Arbeitsplätze sichern, so Carsten Klink weiter.

Investitionen stärken


Seit Jahren reichen die öffentlichen Investitionen in Deutschland nicht dafür aus, den Verschleiß der öffentlichen Infrastruktur auszugleichen. Wir leben in Deutschland von der Substanz. Es bedarf umgehend eines Investitionspaketes von mindestens 50 Milliarden Euro jährlich, um damit auch eine Million tariflich entlohnte Vollzeitstellen zu schaffen und die Infrastruktur zu stärken.

Infrastruktur retten

Der aktuelle Sanierungsbedarf bei Straßen, Brücken, Tunneln, Schienen,
Wasserwegen sowie bei öffentlichen Gebäuden muss angegangen werden. Mindestens 15 Milliarden müssen jährlich zusätzlich zur Verfügung gestellt werden.

"Dies ist ein Vielfaches mehr als die derzeitige Bundesregierung bereit ist zu investieren. Es besteht ein bundesweiter Investitionsstau über alle öffentlichen Ebenen hinweg von mehr als einer Billion Euro", so der wirtschaftspolitische Sprecher der Bundestagsfraktion Michael Schlecht (DIE LINKE).

Allein bei den Kommunen liegt der Investitionsstau bei rund 700 Milliarden.
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