Linke & Piraten: Spielplätze sollen künftig barrierefrei gebaut werden

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Dr. Petra Tautorat
Dortmund: Rathaus |

Voraussichtlich 450.000 Euro werden im kommenden Jahr für den Neubau oder den Ausbau von insgesamt drei Spielplätzen im Dortmunder Stadtgebiet ausgegeben. Hinzu kommen jeweils 150.000 Euro für eine Umgestaltung der Spielplätze an der Akazienstraße in Wambel sowie „Auf’m Brautschatz“ in Hörde, die noch im Jahr 2015 bewilligt wurden. „Das ist alles sehr begrüßenswert“, sagt Dr. Petra Tautorat, die jugendpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE & PIRATEN. Dennoch gehen ihr die geplanten Spielplatz-Maßnahmen nicht weit genug.

Petra Tautorat: „Wir wünschen uns in der Stadt Dortmund künftig mehr barrierefreie Kinderspielplätze, damit auch Kinder mit Behinderungen diese Flächen nutzen können.“

Für einen Rollstuhlfahrer könne eine nicht ebene Fläche schon ein unüberwindbares Hindernis sein, sagt Petra Tautorat. „Übrigens auch für eine Mutter mit einem Kinderwagen.“ Einem Kind mit einer Sehbehinderung wiederum könne schon die richtige Bepflanzung eine Orientierung geben.

„In unserem Antrag geht es darum, kein Kind beim Spielen zu behindern“, sagt die linke Politikerin. Und sie verweist auf Aussagen des Landschaftsarchitekten Lothar Köppel, der seit den 1980er-Jahren barrierefreie Spielflächen baut. Der Experte versichert, dass solche Spielplätze nicht teurer seien, nur von Beginn an anders geplant werden müssten. Zudem sei es möglich, auch Fördermittel für diese Art des inklusiven Spielvergnügens zu erhalten.

Die Fraktion DIE LINKE & PIRATEN beantragt deshalb, dass ab 2016 zusätzlich 300.000 Euro für die barrierefreie Neuanlage bzw. barrierefreie Umgestaltung bestehender Kinderspielplätze zur Verfügung gestellt werden. Diese sollen vorrangig in der Gebietskulisse des Projektes ‚Nordwärts‘ verausgabt werden. „Da dort die kinderreichsten Stadtbezirke liegen, halten wir es für sinnvoll, Spielplätze in diesen Stadtbezirken beginnend zu ertüchtigen. Mit 300.000 Euro könnten zwei neue oder umgestaltete Spielplätze einen wichtigen Beitrag zu Integration, Inklusion und Gemeinschaftsbildung leisten“, sagt Petra Tautorat. In München, Bonn oder Köln seien inklusive Spielflächen jedenfalls ein großer Erfolg.
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