Neues Lernhaus "Adam's Corner" eingeweiht

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Die Gäste schauten sich im neuen Haus fürs Lernen und Leben das Programm der Kollegschüler an. (Foto: Schmitz)
 
Prof. Dr. Rita Süssmuth lobte das Angebot für die jungen Neu-Dortmunder. (Foto: Schmitz)

Damit der Start für zugewandert Jugendliche in Dortmund leichter fällt, haben die Walter Blüchert Stiftung, das Schul-Ministerium NRW und die Stadt das Projekt „angekommen in deiner Stadt Dortmund“ ins Leben gerufen.

Das Projekt stellt den jungen Menschen zwischen 16 und 25 Jahren ein passgenaues Bildungsangebot bereit und begleitet sie auch außerhalb des Unterrichtes. Jetzt haben Ex-Bundestagspräsidentin Prof. Dr. Rita Süssmuth sowie Bürgermeisterin Birgit Jörder mit dem Stiftungs-Vorsitzenden Prof. Dr. Gunter Thielen das Lern- und Begegnungs-Haus in der Möller-Straße eröffnet. In der ehemaligen Hauptschule direkt am Westpark finden die Förderangebote für die Neuankömmlinge statt. Das Gebäude wurde nach dem geflügelten Nashorn im Innenhof benannt: Adam´s Corner.

Jugendliche spielten für Neu-Dortmunder Theater


Die Schüler der beteiligten Berufskollegs haben das Festprogramm gestaltet. Die Gäste konnten eine Theateraufführung von Projektteilnehmern der GrünBau gGmbH erleben sowie einen Trommelworkshop, die Präsentation eines Capoeira-Kampftanzes und vieles mehr. Auch die Schüler konnten die Feier bei einem Markt der Möglichkeiten genießen. Hier präsentierten das BVB-Lernzentrum, das Schülerlabor KITZ.do, der Dortmunder Boxsport 2050 und die Turnjugend ihre Angebote. Es gab Street-Kick zum Mitmachen, Slackline-Balanceübungen, Kräftemessen beim Bungee-Run und zur Erfrischung alkoholfreie Cocktails der Sportjugend.

Projekt hilt eigene Ziele zu entwickeln

Ministerin Löhrmann: „Mit unserer Kooperation zwischen Land und Zivilgesellschaft sollen die neu zugewanderten Jugendlichen und jungen Erwachsenen bei ihrer persönlichen Entwicklung unterstützt werden. Uns alle eint das Ziel, ihnen umfassende Bildungsangebote und Ausbildungsperspektiven zu eröffnen. Das Projekt begleitet sie dabei, sich in ihrer neuen Heimat zu orientieren und eigene Ziele zu entwickeln. Besonders freut mich, dass hier in Dortmund eine so gute Kooperation zwischen den Berufskollegs im Sinne der individuellen Förderung der jungen Menschen existiert.“

"Hervorragendes Bindeglied"

Prof. Dr. Rita Süssmuth stellt fest: „Wir müssen zugewanderten Jugendlichen, insbesondere denen ohne Eltern, so früh wie möglich Zugänge in unsere Gesellschaft öffnen. Sie bringen reiche Potenziale mit und hoffen auf unsere Unterstützung, um in Deutschland ein neues Leben zu beginnen mit schulischer und beruflicher Ausbildung. Erfolgreiche Integration gelingt über Sprache, Bildung und Arbeit, und das wichtigste ist menschliche Wärme. Das Projekt ‚angekommen in deiner Stadt Dortmund‘ leistet einen bemerkenswerten Beitrag zur Betreuung von jungen Flüchtlingen und ist ein hervorragendes Bindeglied in unser Gemeinwesen. Ihr Engagement kann Vorbild sein.“

Die Begleitung ist uns ein wichtiges Anliegen

„Gerade in Dortmund ist uns die Begleitung von neu aus dem Ausland zugereisten Kindern und Jugendlichen ein wichtiges Anliegen. Deshalb freue ich mich, mit dem Projekt ein gutes Schul- und Bildungsangebot für die Zielgruppe der 16- bis 25-Jährigen aufbauen und etablieren zu können“, so Bürgermeisterin Birgit Jörder.

"Wer es bis hierher geschafft hat, hat Mut"

„Wir vergessen oft: Wer es als Flüchtling bis hierher geschafft hat, der hat gelernt, sich zu behaupten. Migranten bringen viel Mut mit und den starken Willen, sich ein besseres Leben aufzubauen“, sagt Stiftungsvorstand Thielen. „Es reicht nicht aus, diese jungen Menschen zu verwalten und ihnen mit Toleranz zu begegnen. Wir müssen uns aktiv kümmern, damit aus Flüchtlingen Mitmenschen werden, die hier eine Heimat finden. Das hat auch die Stadt Dortmund erkannt. Integration kann nur gelingen, wenn die Neuankömmlinge Zukunftsperspektiven entwickeln können.
Die Walter Blüchert Stiftung wird mit ihren Fördermitteln dazu beitragen, dass junge Flüchtlinge in Dortmund mehr Chancen auf Bildung erhalten. Denn wir sind überzeugt: Individuelle Begleitung auf dem Weg in unser Schul- und Ausbildungssystem leistet den wichtigsten Beitrag zur Integration und kommt nicht nur den jungen Menschen, sondern letztlich unserer Gesellschaft insgesamt zugute.“
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