Stadteltern wollen helfen: Kinder kennen keine Vorurteile

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In folgendem offenen Brief schreiben die Dortmunder Stadteltern, dass sie Flüchtlingsfamilien unterstützen wollen:

"Auf zwei Informationsveranstaltungen der Stadt Dortmund in Aplerbeck und im Kreuzviertel, haben viele Eltern und Schüler Ihre Solidarität mit den Flüchtlingen bekundet und großes Interesse gezeigt, wie man die ankommenden Flüchtlinge begrüßen und unterstützen kann.
Die Stadteltern Dortmund sind der Auffassung, dass diese große Solidarität genutzt werden muss um den Flüchtlingen eine schnelle Eingliederung und ein menschenwürdiges Leben ermöglichen zu können, so dass die Flüchtlinge sich möglichst schnell selbst organisieren können und eigenen Wohnraum erhalten.

Turnhallen sind nur Notlösung

Die Nutzung von großen Räumlichkeiten wie die Turnhallen, darf nur eine Notlösung sein. Die Stadt Dortmund und das Land NRW bemühen sich nach allen Kräften, dass diese Notunterkünfte nur kurzfristig nötig sind.
Die Stadteltern wünschen sich, dass es noch viele Eltern mit Ihrem bürgerschaftlichen Engagement, mit Ihrer Profession, mit Ihren Talenten und vielfältigen Möglichkeiten einbringen. Die Träger der Flüchtlingsunterkünfte nehmen gerne Spenden entgegen, hierzu empfehlen die Stadteltern sich vorab zu informieren, was benötigt wird. Informationen dazu sind auf der Internetseite der Stadt Dortmund (www.fluechtlinge.dortmund.de ) zu finden.

Ehrenamtliche werden gesucht

Dringend werden Ehrenamtliche gesucht die Deutschsprachkurse geben können, Ausflüge oder andere Aktivitäten mit Flüchtlingen organisieren oder unternehmen wollen. Mit Hilfe der Eltern können Schulfeste organisiert oder nachhaltige Projekte entwickelt werden. Es bedarf dringend noch mehr Ressourcen und finanzieller Mittel, so dass die individuelle und sicherlich sehr groß differierende Förderung gelingen kann. An den Schulen benötigen wir dringend mehr Sozialarbeiter und mehr schulpsychologische Unterstützung.

Nur gemeinsam Integration erreichen

Nur gemeinsam können Eltern, Schulen und viele Bildungspartner eine gelingende Integration erreichen. Wir wünschen uns, dass es noch viele freiwillige Familien gibt, die hier punktuell oder dauerhaft Hilfe anbieten können.
Wir sind davon überzeugt, dass das schnell Hürden überwindet, denn Schulkinder kennen in der Regel keine Vorurteile. Die ankommenden Flüchtlingskinder werden in allen entstandenen Auffangklassen an den Schulen herzlichst aufgenommen. Des Weiteren fordern wir die Politik dazu auf, dass sie nachhaltig und ausreichend die Schulen und Sportvereine unterstützen, um eine gemeinsame Integration erfolgreich durchzuführen.

Lerngruppen anpassen und Lehrer einstellen

Politiker müssen nun noch dringlicher genügend Differenzierungsraum, Sozialarbeiter, schulpsychologische Unterstützung, Lehrer-Ressourcen und die nötigen Mittel bereitstellen, da viele der Kinder absehbar bei uns bleiben werden und wir dafür rechtzeitig vorsorgen müssen, ohne dabei andere soziale Brennpunkte aus dem Blick zu verlieren. Hierzu bedarf es der schnellen Absenkung oder Aussetzung der Schlüsselzahlen, so dass bei Bedarf Lerngruppen angepasst werden können und deutlich mehr Lehrer eingestellt werden können.
Zusammen mit den Schulen kann mit den Fähigkeiten der vielen bürgerschaftlich engagierten Eltern und Lehrer eine schnelle Eingliederung gelingen und wichtige Partnerschaften (Freundschaften) wachsen."
Anke Staar Werner Volmer
Vorstand Stadteltern Dortmund
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