Solawi Kümper Heide feiert Erntefest: Gemeinschaftlich für Biogemüse und gegen Agrokonzerne

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Auf dem Lernbauernhof Schulte-Tigges in der Kümper Heide feierte die Solidarische Landwirtschaft Dortmund ihr erstes Erntefest. (Foto: Carsten Klink)
Dortmund: Kümper Heide |

Auf dem Lernbauernhof Schulte-Tigges in Dortmund-Derne feierte die Solidarische Landwirtschaft Kümper Heide am Samstag bei angenehmen Wetter ihr erstes Erntefest. Der im Sommer 2014 gegründete Verein Solawi Dortmund e.V. baut seit diesem Jahr in einer solidarischen Verbraucher- & Erzeugergemeinschaft auf den Äckern der Kümper Heide im Norden Dortmunds Bio-Gemüse an.

Das Fest begann in den Nachmittagsstunden mit einem reichhaltigen, selbstgebackenen Kuchenbuffet. Im Anschluss gab es eine interessante Vorführung des Films Essen im Eimer - Die große Lebensmittelverschwendung.

Des Weiteren wurde der Acker sowie der Folientunnel besichtigt. Wer mochte, konnte persönlich Weißkohl ernten und danach unter fachmännischer Anleitung sein eigenes Sauerkraut herstellen. Gegen Abend wurde der große Schwenkgrill angefeuert und jeder konnte sein konventionelles, vegetarisches oder veganes Grillgut grillen. Die Kinder labten sich darüberhinaus am Stockbrot. Der Tag klang mit gemeinsamen Singen zur Gitarre am Lagerfeuer aus.

Solawi statt Agrokonzerne

Das Ziel der Solidarischen Landwirtschaft (kurz Solawi) ist, dass Lebensmittel nicht mehr über den industriellen Markt der Agrokonzerne verkauft werden, sondern vielmehr sollen die Lebensmittel in eigenen, durchschaubaren Wirtschaftskreisläufen fließen, der von den Mitgliedern der Solawi aufgebaut und finanziert wird.

Die Solidarische Landwirtschaft (Solawi) soll eine bäuerliche und vielfältige Landwirtschaft fördern und schützen, indem regionale Lebensmittel produziert werden. Somit eröffnet die Solawi Menschen einen neuen Blick auf die Lebensmittel und die Ernährung.

Essen darf wie Bildung keine Ware sein

Die in der konventionellen Landwirtschaft arbeitenden Menschen haben in der Regel nur die Wahl entweder die Natur und/oder sich selbst auszubeuten. Ihre wirtschaftliche Existenz ist unbarmherzig den Launen der (Welt-)marktpreise ausgesetzt. Die Solidarische Landwirtschaft soll hier eine Gegenstrategie für eine verantwortungsvolle Landwirtschaft sein, die gleichzeitig die Existenz der dort arbeitenden Menschen garantiert. Essen darf wie Bildung keine Ware sein.

Einen weiteren Beitrag zum Thema Solawi finden Sie hier:
http://www.lokalkompass.de/dortmund-nord/natur/sol...

WDR: Essen im Eimer - Die große Lebensmittelverschwendung
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