Freies WLAN und mehr öffentliche Klos // Bezirksmarketing Brackel bereitet Reihe "Bunt-statt-Braun" vor

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Nicht nur mit zahlreichen Kameras, sondern mit ganz vielen Musikinstrumenten soll - so das Ziel des Stadtbezirksmarketing Brackel - beim geplanten Halden-Highlight im Rahmen von "Bunt-statt-Braun" ein Ausrufezeichen gesetzt werden. Auf der Halde Schleswig an der Aplerbecker Straße soll dann bei einer multireligiösen Messe nämlich ein großer Posaunenchor spielen. (Foto: Schmitz)
 
Öffentliche Toiletten wie diese hier sind einfach zu teuer. Nun will sich der Stadtbezirk Brackel das Hörder Projekt "Nette Toilette" zum Vorbild nehmen.

Die Veranstaltungsreihe "Bunt-statt-Braun" im September, freies WLAN von Wambel bis Wickede und der Wunsch nach mehr öffentlichen Klos im Stadtbezirk. Das waren die wichtigsten Themen, mit denen sich am Dienstag (14.6.) die Lenkungsrunde des Brackeler Stadtbezirks-Marketings befasst hat.

Am 6. Juli wird sich laut Mitteilung von Bezirksbürgermeister Karl-Heinz Czierpka entscheiden, ob das Projekt „Freies WLAN im Stadtbezirk Brackel“ mit 20.000 Euro vom zentralen Stadtmarketing gefördert wird. Davon gehen im Augenblick alle Teilnehmer aus.

WLAN: Gewerbe und Politik arbeiten Hand in Hand


"Trotzdem gibt es einen Plan B", so der Bezirksbürgermeister. Zusammen mit seinem Stellvertreter Ulf Katler hat Czierpka in den letzten Wochen dafür die Grundlagen durch eine Dringlichkeitsentscheidung gelegt: „Dann müssen wir versuchen, das Projekt mit Eigenmitteln zu stemmen.“ Aber das befürchtet eigentlich niemand, schließlich arbeitet beim WLAN-Projekt das Gewerbe mit der Politik Hand in Hand.

Thomas Kisters, Geschäftsführer des Brackeler Gewerbevereins, stellt klar: „Das ist ein klassisches Marketing-Projekt, von dem alle profitieren werden. Vor allem die Attraktivität des Stadtbezirks und von daher passt es bestens zur neuen Ausrichtung des Stadtbezirksmarketings“.

Auf jeden Fall ist laut Czierpka alles vorbereitet, die Pläne liegen bereit und sobald Klarheit über die Finanzierung herrscht, können die Arbeiten beginnen. Brackels Verwaltungsstellenleiter Dietmar Kraushaar wird hier während der Sommerpause die Fäden in der Hand halten.

"Nette Toiletten" statt teurer öffentlicher Klo-Anlagen?


Ein weiteres Handlungsfeld wird durch zahlreiche Wünsche eröffnet, die an das Seniorenbüro herangetragen wurden: öffentliche Toiletten. Zusammen mit Thomas Brandt vom Seniorenbüro Brackel hat Czierpka nach Möglichkeiten gesucht, diesen nachvollziehbaren Wünschen nachzukommen. Dabei scheidet die Installation weiterer Toiletten wie auf dem Marktplatz in Brackel aus: viel zu teuer!

Ein Projekt aus Hörde schließlich hat die Aufmerksamkeit beider gefunden, die „Nette Toilette“. Vom Hörder Bezirksbürgermeister Sascha Hilgeris und der Stadtteilagentur am Phoenix-See kamen die nötigen Insider-Informationen und so wird das Marketing nach der Sommerpause hier einen neuen Schwerpunkt setzen.

Czierpka: „Die Stadt funktioniert, man kennt sich und kann so über ein großes Netzwerk schnell nötige Hintergrund-Informationen zu allen Fragen bekommen. Das Rad muss man so nicht immer neu erfinden“. Auch bei diesem Projekt haben Gewerbetreibende bereits Interesse an einer Teilnahme bekundet.

Am 20. Juni trifft sich große Runde im balou


Und "Bunt-statt-Braun"? Da wird es in den nächsten Tagen wichtige Gespräche geben, vor allem zur geplanten "multireligiösen Messe" auf der Halde Schleswig. Diese Veranstaltung wird von allen als absolutes Highlight gesehen, zumal es das erste Mal wäre, dass die Halde als Veranstaltungsort genutzt wird. Aber gerade das macht es so schwierig, weil hier absolutes Neuland betreten wird und jedes Detail abgestimmt werden muss.

Bereits am Montag, 20. Juni, trifft sich die große Runde aller Akteure im Brackeler balou. Dann wird es dazu neue Informationen geben. Pfarrer Tong Rosiepen, ebenfalls Mitglied im Lenkungsgremium, stellt klar: „Auch hier gibt es einen Plan B - aber oben auf der Halde, mit einem großen Posaunenchor - das wäre im wahrsten Sinn des Wortes ein echter Höhepunkt und würde den ganzen Stadtbezirk aufhorchen lassen“.
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