Starkregen im Asselner und Wickeder Süden: Keine Patentlösung für Siedler

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Dr. Christian Falck (r.), Leiter des städtischen Eigenbetriebs Stadtentwässerung, nahm Stellung in der Sitzung der BV Brackel. Links: Bezirksbürgermeister Karl-Heinz Czierpka.
Dortmund: Bezirksvertretung Brackel |

Objektschutz aus eigener Kasse ist angesagt für die von Starkregen-Ereignissen im Asselner und Wickeder Süden geplagten Siedler.

Wie Dr. Christian Falck, Leiter des städtischen Eigenbetriebs Stadtentwässerung, in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung (BV) Brackel deutlich machte, ist jedenfalls keine schnelle Problemlösung, finanziert aus öffentlichen Mitteln, in Sicht. Ganz langfristig ziele man indes darauf, Trassen fürs ablaufende Oberflächenwasser zur Körne zu finden.

Betroffene Häuslebauer in diesem nach Norden abfallenden Terrain wie Gerd Hanczyk am Ertmarweg, der 2014 und 2015 nach eigenen Angaben bereits mit vollgelaufenen Kellerräumen und Wasserschäden in Gesamthöhe von 27.000 Euro leben muss, dürfen so zumindest nicht kurzfristig auf den Bau eines weiteren Versickerungsbeckens südlich ihrer Grundstücke hoffen.

„Wir können als Stadt nicht alle schützen“, empfahl Dr. Falck privaten Objektschutz. Baute man ein weiteres Regenrückhaltebecken am Ertmarweg, wäre für den Bau ein sechsstelliger Betrag aufzubringen. Dieses mindere zudem nur das Problem bei Regen, verhindere es jedoch nicht.

Nicht vorne in der Prioritätenliste der Stadt


Auf Nachfrage von Bezirksbürgermeister Karl-Heinz Czierpka, als Anwohner der Steinbrinkstraße selbst schon häufiger vom „gelben Fluss“ vor seinem Grundstück bedroht, musste Falck zudem eingestehen, dass eine solche Baumaßnahme am Ertmarweg angesichts der stärker vom Regen heimgesuchten westlichen Vororte zudem bei der Stadtentwässerung „nicht vorne in der Prioritätenliste“ liegt.
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