"Kein Kavaliersdelikt": Bußgelder für illegale Abfallentsorgung werden erhöht

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Wilde Müllkippen verschandeln das Stadtbild. (Foto: Archivfoto: Frank Preuß)
Auch wenn die Stadt Müllsündern schon länger den Kampf angesagt hat, ist von einem deutlichen Rückgang wilder Müllkippen im Stadtgebiet kaum etwas zu spüren. Nun sollen drastisch erhöhte Bußgelder abschreckend wirken.

Einige Beispiele: Wer Altglas, Altpapier neben den Containern abstellt, muss bis zu 300 Euro dafür zahlen. Stellt jemand Sperrgut vor dem vereinbarten Abholtermin auf die Straße, muss ebenfalls „löhnen“. Ein Tag zu früh kann 100 bis 200 Euro kosten (bislang 50 bis 150 Euro). Für jeden weiteren Tag zu früh, werden 50 Euro fällig. Bis zu 1500 Euro müssen Müllsünder zahlen, wenn sie illegal Haus- oder Sperrmüll von mehr als einem Kubikmeter entsorgen.

Die anhaltend sehr hohe Zahl von Fällen illegaler Müllentsorgung im Stadtgebiet sind Grund für die Maßnahme. Im Jahr 2013 registrierte das Bürger- und Ordnungsamt 6617 wilde Müllkippen und 307 Fälle illegal entsorgten Sperrmülls. Im Jahr 2014 waren es schon 6748 wilde Müllkippen und 922 Fälle unerlaubter Möbelentsorgung. Für das Jahr 2015 wurden 6322 wilde Müllkippen und 889 illegale Sperrmüllablagerungen gemeldet.


"Letztlich zahlt die Allgemeinheit für das Vergehen einzelner."


Um dem größer werdenden Problem entgegen zu wirken, wird die Stadt Duisburg nun die Bußgelder, die für Verstöße gegen das Kreislaufwirtschaftsgesetz und die Abfallentsorgungssatzung erhoben werden, anheben.

„Letztlich zahlt die Allgemeinheit für diese Vergehen einzelner. Illegale Abfallentsorgung ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Ordnungswidrigkeit, die von der Stadt konsequent geahndet wird“, so die Kommune in einer offiziellen Mitteilung.
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