Hilfe für Haiti: Duisburger I.S.A.R.-Team vor Ort

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Erkundung des Schadensausmaßes für die Vereinten Nationen. (Foto: I.S.A.R. Germany)
Duisburg: I.S.A.R. Germany |

Nach dem schweren Wirbelsturm "Matthew" braucht der Karibikstaat Haiti dringend Hilfe. Ein Team der Duisburger Hilfsorganisation I.S.A.R. Germany und BRH (Bundesverband Rettungshunde e.V.) ist mittlerweile in der Katastrophenregion eingetroffen.

Derzeit ist die Lage noch unübersichtlich, aber deutlich schlimmer als bisher gemeinhin bekannt. Das I.S.A.R.-Team hat medizinische Ausrüstung im Gepäck. Damit kann die medizinische Grundversorgung von 500 Menschen für mehrere Tage abgesichert werden.
Bei ersten Gesprächen mit Vertretern der Behörden des Landes wurde deutlich, dass es vor allem an medizinischer Ausrüstung, Anlagen zur Trinkwasseraufbereitung und an Zelten fehlt. Aus vielen Landesteilen werden schwere Schäden gemeldet, aus einigen Gebieten liegen bislang noch keine verlässlichen Informationen vor. Sie sind weiter von der Außenwelt angeschnitten. Das Team wird jetzt die Lage weiter erkunden und gemeinsam mit Partnern in der Region Hilfe organisieren.
In vielen Orten im Süden des Landes haben viele Familien ihr Obdach verloren. Der Wirbelsturm hat ihre ohnehin schon einfachen Behausungen zerstört. „Sie versuchen nun mit einfachsten Mitteln sich wieder eine Unterkunft zu schaffen“, so Thomas Laackmann, der Leiter des Erkundungsteams von I.S.A.R. Germany und des Fachbereichs Humanitäre Hilfe des BRH.
Inzwischen gibt es immer wieder Proteste der Bevölkerung. So wurden in den vergangenen Tagen mehrfach Straßensperren errichtet. Dadurch waren für das I.S.A.R.-Team mehrere Regionen nicht erreichbar. „Die Stimmung ist angespannt“, berichtet Laackmann. Die Menschen seien verzweifelt und bräuchten neben Unterkünften dringend sauberes Wasser und Strom. Auch sind Krankenhäuser teilweise geschlossen, weil auch sie von der Strom- und Wasserversorgung abgeschnitten sind und Medikamente fehlen. Zahlreiche Schulen wurden zerstört, das Schulmaterial durch die Regenmassen unbrauchbar gemacht. Die in den Regionen gesammelten Informationen wurden inzwischen auch an die Vereinten Nationen weitergegeben, mit denen I.S.A.R. Germany eng zusammenarbeitet. Diese koordinieren nun die benötigte Hilfe.
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Sabine Hegemann aus Essen-Steele | 12.10.2016 | 10:45  
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