Besonderer Umzug: Kirchenfenster für Ecuador

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Die wertvollen Bleiglaskirchenfenster haben eine lange Reise vor sich. (Foto: privat)

Ulrich Borg kennt sich aus mit Umzügen. Er hat eine Segeljolle für Alfried Krupp umgezogen, den Haushalt von Bischof Dr. Felix Genn und auch im Auftrag diverser Museen war der Borbecker Unternehmer bereits aktiv.

Doch der Auftrag, den Transport von wertvollen Kirchenfenstern nach Ecuador zu organisieren, war dann auch für den Inhaber des Borbecker Familienunternehmens „Umzüge Meinrich“ mehr als reinesAlltagsgeschäft.
„Die Fenster stammten aus einer Kirche, die im Zuge des Braunkohletagebaus Garzweiler 2 weichen musste. Ganze Dörfer wurden damals umgesiedelt“, erinnert sich Ulrich Borg.

Zielort Quito

Für die wertvollen Bleiglasfenster wurde eine neue Verwendung gesucht. „Der Pfarrer der dortigen Gemeinde hatte Kontakte nach Ecuador, die Fenster waren für eine Partnergemeinde in dem südamerikanischen Land bestimmt“, berichtet der Borbecker Unternehmer. Zielort war die Hauptstadt Quito.
Auf dem Firmengelände am Wolfsbankring wurden die Fenster für die weite Reise in den Nordwesten Südamerikas vorbereitet. „Es mussten spezielle Kisten angefertigt werden, in denen die Fenster verpackt wurden, anschließend kamen sie in dann in die zur Verschiffung vorgeschriebenen Container.“ Damit war die Arbeit für den Essener Umzugsunternehmer aber noch lange nicht erledigt. „Denn anders als bei normalen Umzügen nach Übersee war das Umzugsgut diesmal nicht zollfrei“, so Ulrich Borg. Für die Zollabfertigung der Bleiglasfenster waren Gutachten und kunsthistorische Expertisen notwendig. „Da muss man schon ein guter Netzwerker sein und über entsprechende Kontakte verfügen, damit bei einem solch ungewöhnlichen Auftrag alles reibungslos verläuft“, räumt der Borbecker ein.

Kontaktspediteure vor Ort

Das gilt natürlich auch für den letzten Teil des Umzugs, auch der wollte von Borbeck aus gut vorbereitet und oganisiert sein. „Schließlich war mit Ende der Schiffspassage die Reise der Kirchenfenster noch nicht beendet.
Kontaktspediteure vor Ort haben die wertvolle Fracht an ihren endgültigen Zielort gebracht“, berichtet Ulrich Borg. Unbeschädigt und in ihrer vollen Pracht zieren sie nun eine Pfarrkirche im ecuadorianischen Quito.
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