Die Sternsinger sind in Frintrop unterwegs

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Katharina Pohland, Emilia Kleine-Nathland und Hanna Kleine-Nathland ziehen in der Frintroper St. Josefs Gemeinde als Sternsinger von Haus zu Haus. Am morgigen Sonntag geht´s los. (Foto: Winkler)

Nach den Hirten waren es die Weisen aus dem Morgenland, die dem neugeborenen Kind in der Krippe huldigten. Deshalb ist Weihnachtszeit immer auch Sternsingerzeit. Auch in der Kirchengemeinde St. Josef in Frintrop. Längst sind die Vorbereitungen abgeschlossen. Am morgigen Sonntag, 6. Januar, sowie vom 9. bis 11. Januar, ziehen Kinder und Jugendliche in königlichen Gewändern durch die Gemeinde.

Im Pfarrheim am Himmelpforten wurde eifrig für die Sternsingeraktion 2015 geprobt. Unter Führung der Messdiener sowie der Pfadfinder galt es, die Texte für das Dreikönigssingen einzustudieren. Schließlich soll alles sitzen, wenn Caspar, Melchior und Balthasar an einem der nächsten Tage an die Türen der Frintroper klopfen.

10 Gruppen ziehen durch die Gemeinde

Bei den Sternsingern dabei zu sein, steht bei vielen jungen Gemeindemitgliedern hoch im Kurs. Zahlen verdeutlichen, dass es den Organisatoren des Dreikönigssingens in St. Josef an Quantität nicht mangelt. Leiter Jan Schönfeld weiß, wovon er spricht: „In diesem Jahr nehmen an die 60 Kinder teil. In zehn Gruppen werden sie durch die Straßen der Gemeinde ziehen.“
An insgesamt vier Tagen sind die kleinen Könige unterwegs: am morgigen Sonntag, dann noch einmal am zweiten Januarwochenende, von Freitag bis Sonntag. Dadurch, dass die Kinder von Messdienern, Pfadfindern und Elternteilen beim Sternsingen an die Hand genommen werden, ist die Scheu bedeutend kleiner, an fremde Türen zu klopfen und Lieder zu singen.
Der 17-jährige Messdiener Jan Schönfeld war früher selbst als Sternsinger aktiv, ist dann irgendwann aus der Rolle von Caspar, Melchior oder Balthasar rausgewachsen. „Vor zwei Jahren war ich das erste Mal als Begleiter mit dabei“, erzählt er. In diesem Jahr ist er Leiter der Aktion.

Gewänder, Stern und Sammeldosen

Bei den gemeinsamen Vorbereitungstreffen geht es nicht nur darum, die Sternsingergruppen mit Gewändern, Stern und Sammeldosen auszurüsten. Unter Anleitung von Norbert Möhrer, Organist der Frintroper Gemeinde, werden zudem die Lieder für die großen Tage einstudiert. Und es geht kreativ zu. Eine Besonderheit in der Frintroper Gemeinde ist das gemeinsame Kronenbasteln. „So hat jeder Sternsinger nach dem Umzug auch noch etwas Persönliches für sich und eine kleine Erinnerung an das Dreikönigssingen“, erklärt Jan Schönfeld.

Solidarität mit Kindern in der Welt

Wie jedes Jahr ziehen die Sternsinger nicht ohne Grund von Tür zu Tür. Die Kinder sammeln Spenden für andere Kinder. Der Erlös kommt in diesem Jahr in erster Linie den Philippinen zugute, wo es den Kindern bei Weitem nicht so gut geht wie hier in Deutschland.
„Damit soll dem Solidargedanken der Kirchen Rechnung getragen werden“, erklärt Jan Schönfeld die Hintergründe. „Zudem werden die Kinder sensibilisiert für Probleme in der Welt, insbesondere bei Gleichaltrigen.“
Text: Sven Böttger
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