Kompromiss fürs Schönebecker Hexbachtal steht

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Endlich soll der Verbindungsweg durch das Hexbachtal auch auf Essener Seite wieder begehbar gemacht werden. Durch Unterspülung und entwurzelte Bäume ist er an einigen Stellen noch nicht mehr einmal mehr einen halben Meter breit. Die Verwaltung verspricht Taten, möchte das neu entstandene Feuchtbiotop für den Naturschutz erhalten. (Foto: privat)

Ela hat ganze Arbeit geleistet. Auch im Hexbachtal auf der Grenze zwischen Essen und Mülheim hat das Sturmtief erhebliche Schäden angerichtet. Seit knapp eineinhalb Jahren hatte ein Spaziergang durch das Naturschutzgebiet deshalb etwas Abenteuerliches.

Umgestürzte Bäume, große freiliegende Wurzeln, ein unterspülter Weg und ein ungesichertes Feuchtbiotope sorgen seit Ela dafür, dass der Verbindungsweg zwischen Essen und Mülheim an vielen Stellen mit Kinderwagen oder aber Rollator nicht passierbar ist.
„Nicht nur unangenehm, sondern echt gefährlich“, beschwerten sich viele User immer wieder auch in unserer Nachrichten Community lokalkompass.de. Passiert ist lange Zeit nichts. Zumindest nicht auf Essener Seite. Die Mülheimer haben ihren Teil des Weges längst in Stand gesetzt.

Es kommt Bewegung in die Sache

Doch jetzt scheint endlich Bewegung in die Sache zu kommen - auch auf Essener Gebiet. Zu einem Ortstermin fanden sich in der vergangenen Woche Vertreter der Stadt Essen sowie Ortspolitiker aus Essen und Mülheim an eben jenem Verbindungsweg ein. Und den dort gesprochenen Worten sollen knapp 17 Monate nach Ela nun auch endlich Taten folgen.
Wichtigste Entscheidung: Der stark frequentierte Verbindungsweg durch das Siepental soll wieder hergestellt werden. Dazu hat sich die Essener Verwaltung nun bereit erklärt. „Auf eine Breite von 1,8 beziehungsweise 2 Meter“, weiß der Schönebecker Ratsherr Klaus Diekmann.

Verbindungsweg soll wieder begehbar werden

Damit wäre die Strecke wieder gefahrlos begehbar. Wenn alles planmäßig läuft, dann könnte die Instandsetzung nach Auskunft der Verwaltung demnächst in Angriff genommen werden. „Würde es die Stadtverwaltung schaffen, die Gefahrenstelle noch vor den Feiertagen zu beseitigen, wäre es sicherlich für viele Fußgänger, Radfahrer, Jogger und Spaziergänger ein wunderschönes Weihnachtsgeschenk“, ist sich Diekmann sicher. Auch von Mülheimer Seite sind die Signale durchweg positiv.

Mülheim ist schon einen Schritt weiter

„Ist der Weg wieder passierbar, kann die Akte endlich geschlossen werden“, so Bernd Lüllau vom Bürgerverein Dümpten. Der hatte sich vor einigen Wochen schriftlich an die Stadt Essen gewandt und gebeten, endlich tätig zu werden. Ansonsten könne das durch die Entwurzelung des Baumriesen entstandene Erdloch auch in Eigenregie verfüllt werden. Die angebotene Hilfe sachkundiger Mülheimer wird nun nicht mehr nötig sein. Die Essener Verwaltung steht mit ihrer Zusage nach dem Ortstermin allerdings in der Pflicht.
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