Arbeiten auf dem Neuen Markt sind große Chance für Borbeck

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Die Teilsperrung des Neuen Marktes ist bereits erfolgt. Auch die schweren Baumaschinen haben schon Einzug in Borbeck gehalten.

In diesen Tagen beginnen die Stadtwerke Essen mit der Erneuerung der Abwasserleitungen im Bereich der Marktstraße und des Neuen Markts. Weitere umfassende Kanalbauarbeiten in offener Bauweise werden in der Gerichtsstraße von der Rechtstraße bis zur Wüstenhöferstraße folgen. Die Teilsperrung des Marktes ist bereits erfolgt, neue Parkbuchten wurden zu Wochenbeginn provisorisch eingerichtet.

Ab Ende Januar wird dann gebuddelt. Die Erneuerung des Abwasserkanals ist notwendig. Bei turnusmäßigen Überprüfungen wurden Schäden am alten Kanal festgestellt.
Die Konsequenzen bekommen die Borbecker seit Wochenbeginn zu spüren. Für die Dauer der Bauarbeiten ist die Marktfläche an der Marktstraße teilweise dicht, sie wird für Baumaschinen und Bodenabfuhr benötigt. Deshalb kann auch der Wochenmarkt für die Bauzeit von rund zwei Monaten dort nicht stattfinden. Parkplätze stehen nur eingeschränkt zur Verfügung. Der Wochenmarkt wird in den Bereich Alter Markt, Dionysiuskirchplatz, Rechtsstraße und die Fläche vor Kaufland verlegt.
Aus der Sicht des Borbecker Bürger- und Verkehrsvereins ist die Baumaßnahme eine einmalige Chance. Mit den notwendigen Tiefbaumaßnahmen können nach Ansicht der Vereinsmitglieder zugleich bauliche Verbesserungen für den Neuen Markt und vielleicht auch für den Höltingplatz verbunden werden. Dazu die Vorsitzende, Susanne Asche: „Das ungeordnete Parken und das Befahren von Fußgängerbereichen sind ein vielfach beklagtes Ärgernis im Borbecker Zentrum. Anstatt die von den Bauarbeiten betroffenen Flächen einfach in alter Form wieder herzustellen, bietet sich jetzt die Möglichkeit, das Parken auf dem Neuen Markt zu ordnen und diesen zentralen Platz für seine verschiedenen Funktionen zu optimieren." So könnten Parkflächen besser gegliedert, die Beschilderung und Beleuchtung überprüft und Bäume, die der Maßnahme zum Opfer fallen, möglicherweise an geeigneterer Stelle nachgepflanzt werden. Dabei müsse man keineswegs bei Null beginnen. "Vorschläge und Pläne dazu sind in den Beratungen des ,Masterplans Borbeck', an denen neben der Stadtverwaltung und Bezirkspolitik auch Vertreter der Bürgerschaft teilgenommen haben, hinreichend erarbeitet und diskutiert worden." Ihre Umsetzung sei damals vor allem am hohen Aufwand und den Kosten gescheitert. "Wenn jetzt ohnehin Geld für das Aufreißen und Wiederherstellen von Straßen und Plattierungen in die Hand genommen werden muss, könnte sich der zusätzliche Aufwand lohnen. Zumindest ist das eine Option, die die Bauverwaltung im Benehmen mit der Bürgerschaft und der Bezirksvertretung sorgfältig prüfen sollte.“
Verbesserungen wünscht sich der Borbecker Bürger- und Verkehrsverein auch auf dem Höltingplatz. So ist die Bodenbeleuchtung außer Betrieb, die wenigen Fahrradständer sind in kläglichem Zustand und, wie vor kurzem bewiesen, keineswegs diebstahlsicher. Nutzer teurer Fahrräder und E-Bikes trauen sich kaum, ihr Fahrrad dort anzuschließen.
Susanne Asche: „Anlieger und Bürgervereine, so auch der BBVV, bemühen sich regelmäßig um die Belebung und einen einladenden Zustand des Höltingplatzes. Schließlich ist der Platz zentraler Treffpunkt und Aushängeschild für das Einkaufszentrum Borbeck. Seine Attraktivität für Fußgänger und Radfahrer zu verbessern, sollte der Stadt im Jahr der Grünen Hauptstadt einiges Geld wert sein.“
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