Ein Blick hinter die Kulisse: Zirkus Altano gastiert an der Frintroper Straße

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Zirkusfamilie Neigert vom Zirkus Altano muss sich eine Menge einfallen lassen, um gegen die Konkurrenz bestehen zu können. (Foto: Debus-Gohl)
 
Zirkusfamilie Neigert (Foto: Debus-Gohl)

Die Pudelrevue mit den drei imposanten schwarzen Königspudeln feiert bei der Vorstellung in Borbeck Premiere. „Seit einem Jahr proben wir für den Auftritt und jetzt sind die drei bereit für die Manege“, ist Justine Neigert, Juniorchefin des Zirkus Altano, überzeugt. Das heißt nicht, dass auch jede Vorstellung klappt, die Pudel müssen sich noch an die Musik, das Licht und das Publikum gewöhnen. „Die Tiere machen nicht immer das, was wir wollen, aber das ist auch ok. Wir zwingen unsere Tiere zu nichts“, betont Neigert.

Die Zirkusfamilie, die in der sechsten Generation mit ihrem "Zirkus Altano" durch die Lande reist, gastiert noch bis Sonntag, 19. März, auf dem Platz an der Frintroper Straße. Dort präsentiert sie ein buntes und spannendes Programm im Manegenrund. Der kleine Clown Olaf, die Pfautauben-Show von Trainerin Elsa, Artistik, Jonglage, Handstandakrobatik in sechs Metern Höhe, Messerwerfer Silvano, der Feuerfakir und die Auftritte von Ponys, Ziegen und dem Lama – das ist Zirkus hautnah. Und auch der, mit neun Monaten, jüngste Spross der Zirkusfamilie hat schon seinen Auftritt - am Ende der Show steht Joe auf der Hand seines Vaters und freut sich mit dem Publikum.

Hinter den Kulissen sieht es oft anders aus

Während bei der Vorstellung alles glänzt und glitzert und das Publikum sich von der besonderen Zirkusatmosphäre verzaubern lässt, sieht es hinter den Kulissen nicht ganz so glänzend aus. Es wird immer schwieriger den Zirkus, eine der ältesten Familientraditionen, in dieser Art weiterzuführen. „Ich habe schon mit zwei Jahren in der Manege gestanden, mit Hula-Hoop-Reifen, die größer waren als ich“, erzählt die 18-jährige Justine. Sie will auf jeden Fall weiter dafür sorgen, dass Besucher Zirkusluft schnuppern können. Dafür gibt es einiges zu tun. Und mit anfassen müssen alle. Da gilt es schon frühzeitig Plakate in den Städten zu kleben, in denen das Familienunternehmen demnächst sein Zelt aufschlagen wird. Und es müssen neue Ideen her, um den Betrieb in Schwung zu halten. "Hausbesuche" sind dann auch ein besonderes Angebot der Zirkusfamilie. Für Kinder- Firmen- und Vereinsfeste kann man den Zirkus buchen, aber auch Seniorenheime, Schulen- und Kindergärten können auf diese Weise Zirkus live erleben.

Die Konkurrenz schläft nicht

Die Konkurrenz ist hart. Aber nicht nur mit Fernsehshows und Internet hat die Zirkusfamilie zu kämpfen. Zahlreiche Besucher standen am Wochenende vor der Zirkuskasse und fragten nach Freikarten. Sie erzählten von der Spende, die sie in der Woche vorher bei einer Sammlung in Arzt- und Tierarztpraxen geleistet hatten. „Keiner von uns zieht durch die Gegend und sammelt Spenden“, beteuert Chef Ricardo Neigert. Die großzügigen Spender waren auf Trickbetrüger hereingefallen.
„Wir haben in sämtlichen Geschäften in der Gegend Sonder-Ermäßigungskarten verteilt. Für die Schulen gab es Kinder-Freikarten", so Neigert. Die Familie hofft, dass das Zelt bis zu seinem Abbau an der Frintroper Straße noch gut gefüllt ist, dass sich viele Besucher vom neuen Programm "Manegenzauber" in die magische Welt des Zirkus entführen lassen. Justine Neigert, Juniorchefin des Unternehmens, will alles dafür tun, dass der Zirkus weiter Bestand hat.

Vorstellungstermine

Vorstellungen finden noch am Donnerstag, Freitag und Samstag jeweils um 15 Uhr statt. Am Sonntag wird um 11 Uhr und 14.30 Uhr gespielt. Ticket-Hotline: 0157 89312166 Vorstellungen

von Doris Brändlein
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