Verstärkung für Essener Domsingknaben gesucht

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Die Essener Domsingknaben bilden eine strake Gemeinschaft. (Foto: Bistum Essen)
Essen: Domsingschule |

Der Kantor des Kölner Doms Oliver Sperling war 20 Jahre lang mit dabei und auch Oliver Bierhoff hat hier einen Teil seines Lebens verbracht: Die Rede ist von den Essener Domsingknaben. Wie jedes Jahr im Herbst werden auch aktuell wieder frische Stimmen gesucht, die dem Chor Format verleihen.

Ihre Aufgabe ist es, alternierend mit Domchor und Mädchenchor die Gottesdienste in der Kathedralkirche musikalisch zu gestalten. Doch Domsingknabe zu sein, heißt in Essen auch, auf die Reise zu gehen und als Botschafter der Musik an Festivals teilzunehmen und Auslandsauftritte zu absolvieren.
So führte der Weg die Essener Knaben im letzten Sommer bis nach Amerika: New York und Washington lauteten die Ziele. „Wir waren aber auch schon in Israel und Kanada“, erinnert sich Domkapellmeister Georg Sump, „und natürlich auch häufig in Rom beim Papst.

Reisen nach Amerika, Israel und Kanada

2011 feierten die Essener Domsingknaben das 50. Jahr ihres Bestehens. Man sagt, sie würden zu den besten Knabenchören Deutschlands gehören ...
Sump nimmt die Aufgabe der Nachwuchssuche in jedem Fall sehr ernst und freut sich auch in diesem Jahr wieder auf begabte Neuzugänge.
Ab vier Jahren kann man mit der musikalischen Früherziehung starten. Für Fünf- bis Sechsjährige steht zunächst die musikalische Grundausbildung an. Im Vorchor singen dann die Sieben- bis Zehnjährigen. Zweimal pro Woche steht die Probe an.
„Hinterher erhalten die Kinder noch Stimmbildungsunterricht“, erklärt Sump. Schließlich ist die Stimme das Instrument der kleinen Sänger. Viele Knaben erlernen parallel dazu ein Instrument wie zum Beispiel Gitarre, Klavier oder Trompete.
Auch den Stimmbruch sieht Sump nicht als Problem an: „Die Tonhöhe verändert sich, die Stimme geht runter. Das heißt aber nicht, dass die Musikalität nachlässt.“
Es gibt also ein (Chor-)Leben nach dem Stimmbruch. Und viele bleiben der Musik ein Leben lang verhaftet. Sie schlagen später oft eine musikalische Ausbildung ein und studieren entweder Schul- oder Kirchenmusik.
Besonders der Gemeinschaftsgedanke spielt bei den Domsingknaben eine Rolle. Alle zwei Jahre steht eine Ferienfreizeit in Südtirol auf dem Programm und die älteren Sänger übernehmen Verantwortung für die jüngeren.
Als Mitglieder des Männerchores können die einstigen Knaben dann später noch bis zum 30. Lebensjahr dabeibleiben. Anschließend gibt es dann den Essener Domchor als Nachfolgeoption.

Bierhoff: Fußball oder Chor?

An nicht wenige Karrieren erinnert sich Georg Sump noch sehr genau, beispielsweise an das Gespräch mit Mutter Bierhoff anlässlich der Laufbahn ihres Sohnes: Singen oder Fußballtraining lautete damals die Frage. Welche Richtung der damals 14-Jährige schließlich eingeschlagen hat, dürfte wohl bekannt sein.
Wer einmal vor Ort Chor­atmosphäre schnuppern oder sich zum Vorsingen anmelden möchte, der kann sich telefonisch unter der Rufnummer 2204 - 427 melden oder auch per E-Mail bei georg.sump@bistum-essen.de
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