Du Frau Klever, weißt du noch: Einstige Grundschüler stellen Klassenfoto nach

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Foto: privat
 
Fotos: Gohl
28 Jahre nach ihrer Einschulung trafen sich Schülerinnen und Schüler der Nikolausschule an ihrer alten "Penne", um ihr Klassen-Foto nachzustellen. Mit dabei: Ihre damalige Klassenlehrerin, die fast alle Ehemaligen auf Anhieb wiedererkannte.

Der Stoppenberger Stefan Spilok als Initaitor hatte sich vorab vorgenommen, alle einstigen Klassenkameraden des Einschulungs-jahrgangs 1988 aufzuspüren. Da die meisten noch in der Region wohnen. gelang es ihm, zu allen, bis auf Drei, Kontakt herstellen. "Ich musste nur Revue passieren lassen, wo ich früher alles zum Spielen gewesen bin", erzählt Spilok lachend. Ihre Schule, der zweite Lernort der Nikolaussschule, wurde zwar bereits vor gut zehn Jahren geschlossen, aber die Abschlussklasse aus dem Jahre 1992 fand dennoch Mittel und Wege, um das Einschulungsfoto vor ihrer alten Schule nachzustellen.
Spilok: "Unsere Klassenlerherein Lena Klever zu finden, war auch gar nicht so einfach, da diese in der Zwischenzeit in den wohlverdienten Ruhestand gewechselt hatte."

Schönste Erinnerungen in Kinderschrift geschrieben

Nach dem Fotoshooting schwelgten die heute 33- bis 35-Jährigen beim gemeinsamen Abendessen beim Griechen in Erinnerungen, wälzten Fotoalben und tauschten sich über persönliche Werdegänge aus der Zeit nach dem Ende der Grundschule aus. "Ein Klassenkamerad brachte eine Sammlung mit Aufsätzen zu unseren schönsten Erinnerungen mit - geschrieben in Kinderschrift", freut sich der Stoppenberger Spilok. So verbrachte man seinerzeit etwa gemeinsam unvergessliche Tage in der Jugendherberge Kettwig-Werden oder besuchte das Teddybärmuseum in Bochum. Ihre einstige Klassenlehrerin überraschte die Ehemaligen mit einer Sammlung aus Fotos der Einschulung und des letzten Schultages von jedem Einzelnen. Stefan Spilok erzählt schmunzelnd: "Wir konnten uns einfach nicht daran gewöhnen, unsere Klassenlehrerin zu siezen, daher war ein Running-Gag, dass wir zu ihr sagten: 'Du Frau Klever'".

Auch so manche Anekdote sorgte für Lacher. "Meine Mutter wollte mal, dass ich Windpocken bekomme, damit ich die schon mal weg habe und so musste ich zu einem Klassenkameraden spielen gehen, der diese hatte", erinnert sich Spilok amüsiert.

Und was wurde aus den beruflichen Träumen der einstigen Pimpfe? Wurde jemand Feuerwehrmann, Polizist, Prinzessin oder Artistin? "Die meisten sind nicht das geworden, was ihnen damals so vorschwebte", erzählt Stefan Spilok lachend. Bei Einigen war man sogar richtiggehend überrascht zu erfahren, wie deren Werdegang verlaufen war. "Bei einer Klassenkameradin, die aus einer Apothekerfamilie stammt, hörten wir erstaunt, dass sie Steuerberaterin geworden ist", erzählt Stefan Spilok. Weitere Überraschung: "Es haben diejenigen studiert, zu denen unsere Klassenlehrerin damals gesagt hat: Gymnasium, das ist nichts für dich!", schmunzelt Spilok.

Der Stoppenberger hat alle Fotos digitalisiert und für seine Klassenkameraden Mappen zusammengestellt. Er sagt voller Überzeugung: "Es war für alle ein gelungenes Zusammentreffen, das mit Sicherheit nicht erst in 24 Jahren wiederholt werden soll."
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