Ein guter Tag zum Fliegen

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Windstill, kein Regen - ein guter Tag für den Vogelzug. Wie für diese Kraniche, die am 8. März über Essen zogen. Es war nur ein Trupp von vielen, welche an dem Tag über die Ruhrhöhen kommend nach Norden flogen.

Die großen Vögel (es sind mit die Größten unter den heimischen) sind auf dem Weg aus den Überwinterungs- in die Brutgebiete. Letztere können so nah wie Mecklenburg-Vorpommer oder so weit wie Nord-Schweden liegen. Überwintert wird zumeist in Südspanien.

Das Wetter der letzten Tage bot gute Flugbedingungen, aber den Meteorologen zufolge wird sich das fürs erste ändern. Regen, Schnee und Wind sind angesagt. Für die Kraniche bedeutet es: Pause machen - auf Grünland, wo sie Nahrung finden (Pflanzliches, wie Körner, Beeren, Kartoffeln, aber auch Insekten oder Regenwürmer) sowie flache Gewässer. Beruhigt sich die Wetterlage, wird weitergeflogen, auch bei Dunkelheit.

Im Flug lassen sich die Kraniche gut erkennen. Die Tiere fliegen mit lang ausgestrecktem Hals und nicht im Schwarm, sondern in langen Linien bzw. in der klassischen Keilform. Es können ein Dutzend oder mehrere Hundert zu einem Trupp gehören. Ihr Ruf, den man auch mit 'trompeten' umschreibt, ist weithin zu hören und ebenfalls sehr charakteristisch.

Der Zug der Kraniche erstreckt sich übrigens über einen recht langen Zeitraum. In manchen Jahren werden die ersten Rückkehrer gen Norden schon im Januar beobachtet - nur zwei bis drei Wochen nach den letzten Trupps, die Richtung Süden zogen. Sie bestätigen damit die Erfahrung von Vogelkundlern: Irgendwas zieht immer.
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4 Kommentare
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Danielé und Agnes Romano aus Essen-Nord | 08.03.2013 | 19:56  
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Manfred Schuermann aus Essen-Ruhr | 09.03.2013 | 13:18  
Sabine Pfeffer aus Essen-Süd | 11.03.2013 | 14:39  
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Danielé und Agnes Romano aus Essen-Nord | 11.03.2013 | 20:24  
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