Fraktionsbildung der Ex-Grünen Elisabeth van Heesch-Orgass mit Ex-AfD´lern

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Manche Bewegungen ehemaliger Partei- und Fraktionsmitglieder Richtung Rechtsaußen sind der Essener Kreisverbandssprecherin der Grünen, Gönül Eglence zumindest politisch nicht erklärbar und können nur zornig machen.
 
Für künftige Abstimmungen im Rat wird es also auch eine BAL-Fraktion geben - Menno, Trauten, van-Heesch-Orgass. Alle im Umfeld von Essen- Werden verortet - das könnte jetzt eine besondere Süd-Ausgabe des betagten rechtsbürgerlichen EBB ergeben, das ja etwas Nord-lastig ist.
Essen: Stadtmitte |

GRÜNE: van Heesch-Orgass hat jeglichen Anspruch auf Nähe zu Grüner Politik verloren


Angesichts des Zusammenschlusses der Ex-Grünen Elisabeth van Heesch-Orgass mit den Ex-AfD´lern Menno Aden und Marco Trauten erklärt Gönül Eğlence, Vorstandssprecherin der GRÜNEN:
„Der Fraktionszusammenschluss mit den rechtspopulistisch gesinnten Ex-AfD´lern Aden und Trauten macht deutlich, dass Frau van Heesch-Orgass jeglichen Vertretungsanspruch für grün-nahe Politik verloren hat. Wir Grüne sind entsetzt, dass sie sich mit dem Geschichtsrevisionisten Aden und dem Rechtsaußen Trauten in ein Boot setzt.
Mit diesem Schritt betreibt Frau van Heesch-Orgass Wählertäuschung, denn sie ist mit unserem grünen Programm angetreten, das für Weltoffenheit und gegen Rechtsextremismus steht, also genau das Gegenteil dessen, wofür Aden und Trauten eintreten.
Über die politische Gesinnung von Menno Aden gibt es keinen Zweifel. Er hat den Holocaust relativiert und in Interviewäußerungen eine homophobe und christlich fundamentalistische Weltanschauung an den Tag gelegt. Nicht umsonst hat ihn das Essener Bürgerbündnis, das Aden zunächst in die Fraktion aufnehmen wollte, schnell wieder ausgeschlossen.
Wir schämen uns dafür, Elisabeth van Heesch-Orgass auf unsere Liste zur Kommunalwahl aufgestellt zu haben und erwarten weiterhin dass sie das für Grüne Inhalte erworbene Mandat zurückgibt.“

Statt BAL- Bürgerlich-alternative-Liste eher eine RAL - Rückschrittliche Alternative


Um den ideologischen Hintergrund der beiden frisch gewonnenen Fraktionskollegen der früheren Grünen Ratsfrau van Heesch-Orgass sichtbar zu machen - hier eine kleine Erinnerung:
Marco Trauten, ehedem AfD-Spitzenkandidat für den Stadtrat, hatte dort schließlich ein Parteiausschlussverfahren am Hals, weil er als Schatzmeister Parteigelder veruntreut haben soll. Auch seine Nazivergleiche wurden der AfD schließlich unangenehm. Trauten hattte versucht, die kritische Behandlung seiner Partei in linken Kreisen und einigen Medien mit dem Kaufboykottaufrufen der Nationalsozialisten 1933 gegen von Juden geführte Geschäfte gleichzusetzen. Im "AFD-Blog Duisburg" schrieb Trauten am 8. Februar 2014:
"...Im Inland versuchen die Grünen, uns mit Hilfe der SPD über das EP ihre perfide Gender-Mainstreaming-Ideologie in die Schulen und Kindergärten zu verkaufen, um unsere Kinder in alles akzeptierende, willfährige Opfer zu verwandeln, die vor lauter Toleranz nicht mehr wissen, ob sie Männlein oder Weiblein sind und nicht mehr Nein sagen können...Ausländerverbände verkünden offen, dass man bereits dabei ist, Deutschland systematisch zu übernehmen und “reinrassige” Deutsche Abschaum und bald aus Deutschland verschwunden sind, weil ihre Frauen fruchtbarer sind und deutlich mehr Kinder gebären...Die Energiewende stellt sich, ebenso wie die Klimawandel-Lüge, immer mehr als Mogel-Packung heraus, die weder umsetzbar noch finanzierbar ist und den Standort Deutschland langfristig auf Grund der hohen Strompreise unattraktiv macht...Ohne eigenes Heimatland, verloren in einem Europa, dass uns nicht will und in einer Welt, die nur die zahlungskräftigeren oder hochqualifizierten Deutschen mit Kusshand aufnimmt, während ein Großteil im ehemals eigenen Land um die tägliche Existenz kämpft und Jahr für Jahr an Boden verliert."

Dr. Menno Aden - ein christlicher Fundamentalist


Der zweite neue Fraktionskollege von Frau van Heesch-Orgass, der Rechtsanwalt Dr. Menno Aden relativierte noch vor 3 Jahren den Holocaust. „Seriöse Historiker nennen heute ganz andere Zahlen, man traut sich nur nicht, sie entgegenzuhalten … denn sie sind geradezu strafbar gering.“ schriebt Dr. Aden noch 2011. Andererseits outet er sich als Fundamentalist, der den Untergang des christlichen Abendlandes fürchtet. Zitat: “Aber im familiären Bereich glaube ich, dass wir uns an Gottes Ordnung versündigen, wenn wir Homoehen zulassen, Ehebruch rechtfertigen und Kinder abtreiben. Ich bin – leider - der Überzeugung, dass wir im Westen uns hier auf einen Weg begeben haben, der – so legen es jedenfalls alle bekannten historischen Vorbilder nahe - schließlich zum Untergang unserer Kultur führen wird“.

BAL soll das neue Ding jetzt also heißen, aber Bürgerlich-alternativ ist an dieser Liste jedenfalls nichts. Mag sein, die BAL-Troika sitzt jetzt trotzdem zufrieden mit einem gesichert rückwärts gewandtem Weltbild in einer künftig durch die Stadt unterhaltenen Geschäftsstelle und wird ebenso zuvorkommend durch ihren Fraktionsgeschäftsführer bürokratisch betreut. So etwas kann man Kommunalpolitik nennen, aber man könnte auch ganz andere unfeine Begriffe für dieses Verhalten finden.
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