GRÜNE: Arbeit muss endlich gut ins Leben passen“

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Kai Gehring MdB, Vorsitzender der Essener Grünen
Essen: Essen-Mitte |

Zum 1. Mai erklärt Kai Gehring MdB, Vorsitzender der Essener Grünen:

„Am Tag der Arbeiterbewegung demonstrieren wir für die Verbesserung der Situation der Beschäftigten - in Essen und bundesweit.
Durch Beschleunigung und Verdichtung hat sich unser Leben beruflich und privat stark verändert. Das Gefühl gehetzt und gestresst zu sein, ist für viele Menschen alltäglich geworden.
Der Wunsch das eigene Arbeitspensum zu schaffen und trotzdem Zeit für Kinder, Eltern oder das Ehrenamt zu haben eint heute viele. Sie wünschen sich mehr Zeit und mehr Freiheit bei der eigenen Zeitgestaltung. Gleichzeitig gibt es auch viele Menschen, vor allem Frauen in Teilzeit, die gern mehr arbeiten würden.
Viele Menschen wollen gerne etwas später anfangen zu arbeiten, damit sie die Kinder zur Schule bringen können oder ein bisschen früher zu Hause sein, um am späten Nachmittag für einen kranken Elternteil zu sorgen. Andere wollen endlich wieder Vollzeit arbeiten, weil die Kinder größer geworden sind und sie beruflich nochmal durchstarten wollen. Um dies zu ermöglichen müssen wir die Arbeitszeiten beweglicher machen und den Beschäftigten mehr Macht über die eigenen Zeit geben, damit Arbeit endlich gut ins Leben passt.
Konkret wollen wir einen Vollzeit-Arbeitszeitkorridor von 30 bis 40 Stunden pro Woche. Innerhalb dieses Korridors sollen Beschäftigte – unter Einhaltung von Ankündigungsfristen - bedarfsgerecht ihren Arbeitszeitumfang selbst bestimmen können. Außerdem wollen wir das Recht auf Teilzeit um ein Rückkehrrecht auf den früheren Stundenumfang ergänzen, damit die Formel „Einmal Teilzeit, immer Teilzeit“ der Vergangenheit angehört.
Zudem sollen Beschäftigte das Recht bekommen, Beginn, Ende und Verteilung ihrer Arbeitszeit mitzugestalten. Auch das Arbeiten im Home Office wollen wir einfacher machen. Wenn durch Vertrauensarbeitszeit die Arbeit entgrenzt und Mehrarbeit entsteht, dann soll der Betriebsrat zukünftig über die Menge der Arbeit mitbestimmen können. Denn Zeitsouveränität soll auch tatsächlich zu mehr Lebensqualität führen.
Für diese Ziele möchten wir streiten und demonstrieren, gerade am 1. Ma
i.“
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