Schabenbefall in Katernberg ist noch nicht behoben

Anzeige
Was so ‚harmlos‘ wie irgendein wilder Müll ausschaut, gehört zum sogenannten Herd, von dem aus immer wieder Schaben sich ins Umfeld ausbreiten, berichten Anwohner in Katernberg. (Foto: privat)

In einem Katernberger Wohnviertel sind Häuser von Schaben befallen, werden im Außenbereich vermehrt Ratten beob­achtet. Am Mittwoch, 16. September, befasst sich die Bezirksvertretung VI Zollverein mit dem Thema, dessen Ursache sich nach Meinung von Anwohnern noch keineswegs gebessert hat.

Von einer solchen Besserung nämlich geht Oberbürgermeister Reinhard Paß in einem Antwortschreiben auf die Eingabe von Anwohnern aus. Die aber widersprechen.

„Wir hatten bereits zweimal einen Schädlingsbekämpfer hier, bald ein drittes Mal“, berichtet eine Bürgerin, die namentlich nicht genannt werden möchte. Solange der „Herd“ nicht beseitigt sei, werde sich das Ungeziefer immer wieder ins Umfeld ausbreiten.
Beim „Herd“ handelt es sich nach Überzeugung der Betroffenen um eine leerstehende Immobilie am Bolsterbaum. Auf dem verwilderten Grundstück standen offenbar über längere Zeit volle Müllsäcke. Erst nachdem im Juli in Nachbarhäusern Schabenbefall festgestellt worden war, kam die Vermutung auf, dass sich die Insekten unter anderem vom Müll aus verbreiten. Ein Verdacht, der sich bestätigte, als ein Anwohner die Beutel öffnete.

Bürger stellen Forderungen in der Bezirksvertretung


Mehrfach nahm man Kontakt zum Ordnungsamt und anderen Behörden auf, jedoch: „Wir werden mit dem Problem allein gelassen. Entweder heißt es, man könne nichts tun, weil es sich um Privatgrund handelt, oder es heißt, man habe etwas getan.“ Von einer Besserung sei aber nichts zu merken.
Die einzige Änderung, so berichten Betroffene, bestünde in der Tatsache, dass an der leerstehenden und angeblich in Zwangsversteigerung stehenden Immobilie nun die Läden herunter gelassen seien. Die Müllsäcke hatten Nachbarn schon in Eigeninitiative beseitigt.

Noch, so warnt eine Anwohnerin, sei ein benachbartes Familienzentrum nicht betroffen: „Sonst müsste die Stadt etwas unternehmen und könnte sich nicht darauf zurückziehen, das sei alles Privatsache.“ Ihre Forderungen wollen Betroffene heute in der Bezirksvertretung unterstreichen.
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
4 Kommentare
556
Ursula Dotzki aus Essen-Nord | 16.09.2015 | 08:49  
2.405
Renate Smirnow-Klaskala aus Essen-Nord | 16.09.2015 | 10:06  
Sabine Pfeffer aus Essen-Süd | 16.09.2015 | 10:19  
2.405
Renate Smirnow-Klaskala aus Essen-Nord | 16.09.2015 | 11:12  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.