VIA: GRÜNE für leistungsstarken und bezahlbaren ÖPNV

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EVAG-Betriebshof Stadtmitte an der Goldschmidtstraße
Essen: EVAG-Betriebshof Goldschmidtstraße |

Regierungspräsidentin Anne Lütkes legt zu Recht den Finger in die Wunde und fordert einen leistungsstarken ÖPNV zu bezahlbaren Preisen und vernünftigen Arbeitsplatzbedingungen

Dazu erklärt Rolf Fliß, Mitglied des EVAG-Aufsichtsrates:

„Der Rat der Stadt Essen ging sogar noch einen Schritt weiter und begründet seine mutige und von uns GRÜNEN mitgetragene Bewerbung zur Grünen Hauptstadt Europas 2017 mit dem ehrgeizigen Anspruch, seinen Nahverkehrsanteil sogar auf 25% erhöhen zu wollen. Doch wie soll das gehen, wenn die Berliner GROKO für 2019 Deutschlands Kommunen ihre finanzielle Unterstützung für Ersatzbeschaffungen zum Beispiel im Fahrzeugpark streichen will und erste Verkehrsunternehmen deswegen bereits über Leistungskürzungen nachdenken müssen. Von dem Indstandsetzungsstau der U-Bahntunnelanlagen ganz zu schweigen. Und gerade da halten Kämmerer Klieve und OB Paß die Hand auf und verlangen noch mehr Einsparungen von der EVAG. Das passt so nicht zusammen.

Richtig und verständlich ist der Ruf nach einem Verkehrsbetrieb Ruhrgebiet West, genannt VIA, mit nur einem Wasserkopf und einem Leitungsgremium an der Spitze! Doch der Teufel steckt im Detail. Die entscheidende Frage ist, auf welchem Niveau der künftige Betrieb arbeiten soll? Ich will mich nicht an dem schlechteren und fahrgastunfreundlichen Takt in Duisburg orientieren. Auch eine Orientierung sich an dem Reparatur und wartungsbedingten Wagenmangel und heruntergewirtschafteten Straßenbahnnetz in Mülheim kann kein Ziel sein. GRÜNE wollen auch nicht weitere Busleistungen an osteuropäische Billiganbieter outsourcen und heimische und sichere Arbeitsplätze aufs Spiel setzen. Geiz ist billig, aber noch lange nicht besser!

Daher gibt es zwischen schwarz und weiß noch viele Grautöne, über die man sich Gedanken machen sollte, bevor man einen Verkehrsbetrieb wie die EVAG irreversibel vor die Wand fährt. Eine Intensivierung der Zusammenarbeit unter dem Dach von VIA ist wünschenswert, um weitere Sparpotenziale zu nutzen, eine Fusion aufgrund des wesentlich schlechteren Zustands des ÖPNV in Mülheim und Duisburg derzeit höchst fragwürdig.

Wir GRÜNE wollen einen solchen sicheren und leistungsstarken Verkehrsbetrieb, denn der gehört sowohl zu dem Gedanken einer wachsenden Stadt als auch zu dem Anspruch, auch künftig Metropole sein zu wollen.“
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